Auszüge aus dem Echo 3-TEXTE der Mailbox 2-STEIN-DATA-PANIK (1994)


Msg # ---                        Date: Thu 28/04/94,  7:49  [I]  [E]
Wenn Betriebssysteme eine Airline betreiben wuerden ...

(von Paul Giangarra, OS/2-Chefentwickler, abgedruckt in "Inside OS/2" 5/94)
 

DOS Airlines:
Alle schieben das Flugzeug an, bis es abhebt. Dann springen
alle auf und lassen das Flugzeug trudeln, bis es wieder auf dem
Boden  aufschlaegt. Dann schieben wieder alle an, springen auf ...

DOS mit QEMM Airlines:
Genau dasselbe, nur mit mehr Platz fuer die Fuesse beim Anschieben.

Mac Airlines:
Alle Stewards, Stewardessen, Piloten, Gepaecktraeger und Ticketverkaeufer
sehen gleich aus, bewegen sich gleich und sagen das  Gleiche.
Wenn man nach Details fragt, bekommt man immer die gleiche Antwort:
das muesse man nicht wissen, wolle es auch nicht  wissen,
und alles laufe schon richtig. Man solle also lieber gleich still sein.

Windows Airlines:
Das Flughafenterminal ist schoen bunt, die Stewards und  Stewardessen freundlich.
Man gelangt ohne Probleme an Bord, ein reibungsloser Start...
Ploetzlich stuerzt das Flugzeug ohne jegliche Vorwarnung ab.

OS/2 Airlines:
Um an Bord des Flugzeugs zu kommen, muss man sein Ticket zehnmal
stempeln lassen und in zehn verschiedenen Schlangen anstehen.
Dann fuellt man ein Formular aus, in dem man angeben muss, wo
man sitzen moechte und ob der Sitzplatz wie in einem Schiff,
einem Bus oder einem Zug aussehen soll. Wenn es einem gelingt,
an Bord zu kommen, und wenn das Flugzeug tatsaechlich vom
Boden abhebt, hat man einen wunderbaren Flug... - ausser wenn die
Hoehen- und Seitenruder einfrieren. In diesem Fall hat man
jedoch immer noch genuegend Zeit, sich auf den Absturz vorzubereiten.

Unix Airlines:
Jedermann bringt ein Stueck des Flugzeugs zum Flughafen mit.
Alle gehen auf die Startbahn und setzen das Flugzeug Stueck
fuer  Stueck zusammen. Dabei diskutieren sie fortwaehrend, welche
Art  von Flugzeug sie gerade zusammenbauen.

NT Airlines:
Alle gehen auf die Startbahn, sagen im Chor das Passwort und
bilden die Umrisse eines Flugzeugs. Dann setzen sich alle auf den
Boden und geben Geraeusche von sich, als wuerden sie wirklich fliegen.
 
 

Msg # ---                        Date: Wed  1/06/94,  0:00  [I]  [E]
MR> liest hier jemand mit, der sich mit Diamanten auskennt ?
 

MR> Ich habe einen Diamanten, dessen Wert mich interessieren wuerde.
MR> Allerdings sind hiesige Diamantenhaendler auskunftsunfreudig
MR> (gibt es da einen bestimmten "Code" ?). Falls mir jemand
Ja, zuerst der Schliff (* = die gaengigsten):
- Brilliant*            - Oval*         - Marquise oder Navette*
- Tropfen*              - Baguette      - Carre
- Smaragd*              - Herz          - Achtkant
Er ist ausschlaggebend fuer die Brillianz (Reflexion) und Dispersion
(Spektralzerlegung des Lichtes). Dabei gehen ca. 40-60% des Rohgewichts
verloren. Entscheindend fuer den Wert ist die Genauigkeit des Schliffs. So
koennen sich Eincaraeter um mehrere tausend DM im Wert nur aufgrund ihres
Schliffs unterscheiden.

Zweitens das Gewicht:
Je schwerer, desto teurer. Gemessen wird in Punkten nach Carat (1 Carat =
0,2 Gramm). 50 Punkte sind also 1/2 ct bzw. 0,1 g.

Drittens die Farbe:
Je "weisser" desto teurer. Voellig farblose Diamanten existieren kaum. Die
Abstufungen lauten:
- Hochfeines Weiss      - Feines Weiss            - Weiss
- Weiss                 - leicht getoentes Weiss  - getoentes Weiss
- Farbton (meist gelblich)
Die ersten beiden Stufen werden noch mit einem (+) versehen um weiter zu
differenzieren.

Viertens der Reinheitsgrad:
Je reiner desto teurer.
- if (lupenrein)        - vvs (sehr, sehr kleine Einschluesse)
- vs (sehr kleine E.)   - si (kleine E.)
- piquet I bis III (sofort erkennbare E.)
Ein lupenreiner Diamant ist selbst bei 10-facher Vergroesserung ohne
sichtbare Einschluesse.
 

Msg # ---                        Date: Thu  2/06/94, 23:08  [I]  [E]
Windows Fehlermeldungen

WindowError:001 Windows loaded.  System in danger.
WindowError:002 No error . . . yet.
WindowError:003 Dynamic linking error. Your mistake is now in every file.
WindowError:004 Erronious error.  Nothing wrong.
WindoEError:005 Multitasking attempted.  System confused.
WindowError:006 Malicious error.  Desqview found on drive.
WindowError:007 System price error.  Inadequate money spent.
WindowError:008 Broken window.  Watch for glass fragments.
WindowError:009 Horrible bug encounterd.  God knows what has happened.
WindowError:00A Promotional literature overflow.  Mailbox full.
WindowError:00B Inadequate disk space.  Need 50 meg minimum.
WindowError:00C Memory hog error.  More ram needed.  More!  More!
WindoEError:00D Window closed.  Do not look out.
WindowError:00E Window open, do not look in.
WindowError:00F Unexplained error.  Please tell us how it happened.
WindowError:010 Reserved for future mistakes
WindowError:014 Nonexistent error.  This cannot really be happening.
WindowError:015 Unable to exit windows.  Try the door.
WindowError:017 Keyboard locked.  Try anything you can think of.
WindowError:018 Unrecoverable error.  System destroyed.
WindowError:019 User error.  It's not our fault.  Is not!  Is not!
WindowError:01A Operating system overwritten.  Terribly sorry.
WindowError:01B Illegal error.  Do not get this error.
WindowError:01C Uncertainty error.  Uncertainty may be inadequate.
WindowError:01D Unable to figure out our own code.  System crashed.
WindowError:01E Timing error.  Please wait.  And wait.  And wait.
WindowError:01F Reserved fo  future mistakes
WindowError:020 Error recording error codes.  Remaining errors lost.
 

Msg # ---                        Date: Wed 22/06/94, 14:46  [I]  [E]
Subject: Polizeifunk abhoeren ?
 

Na dann hier mal eine kleine Aufstellung:

Mhz                 Zuteilung:
==============================
68,00-68,04         Industrie- und Nahverkehrsbetriebe
-68,08              Vorfhrungen
-68,62              Energieversorgungsunternehmen
-69,56              Eisenbahnen
-69,92              Industrie- und Nahversorgungsunternehmen
-69,94              k.A.
-69,96              Forstwirtschaft
-69,98              Umweltschutzbehoerden
-70,00              Versuche und Vorfuehrungen
-74,20              nicht zivile Dienste
-74,80              Behoerden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben
                    (BOS), also Polizei, Feuerwehr, THW
-75,20              Flugnavigationsdienst
-77,50              BOS
-77,62              Rundfunkanstalten
-77,80              k.A.
-77,84              Versuche
-77,88              Versuche
-78,42              Energieversorgungsunternehmen
-78,70              Eisenbahnen
-84,00              nicht zivile Dienste
-85,00              BOS
-87,275             BOS
-87,50              Funkrufdienst (Europiepser)

BOS krebst noch auf folgenden Frequenzen rum:
165,20-165,70 Mhz / 167,54-169,40 Mhz / 169,80-170,30 Mhz / 172,14-174,0 Mhz
 

Wie waers mit TAXEN ?
150,24-150,80 / 163,48-163,68 / 457,22-457,40 / 467,22-467,40 /
148,02-148,20 / 150,24-150,80

B/C -Funktelefonnetz:
B   148,40-149,14 / 153,00-153,74
B2  157,60-158,34 / 162,20-162,94
C   451,30-455,74 / 461,30-465,74

Drahtlose (Heim)-Telefonanlagen:
914,0125-914,9875 / 959,0125-959,9875
885,0125-886,9875 / 930,0125-931,9875

Wetterfunksendungen:
Frankfurt1: 127,600 Mhz
Frankfurt2: 135,775 Mhz
Berlin:     128,400 Mhz

Kanalabstand bei allen hier genannten Frequenzen 20kHz

Ich mache darauf aufmerksam, dass bei einigen Frequenzen ein Abhoeren nicht
erlaubt ist, diese Aufstellung dient nur zur Uebersicht und ist auch in
jedem besseren frei erhaeltlichem Sprechfunkhandbuch zu entnehmen.
 
 
 

Msg # ---                        Date: Fri  8/07/94,  9:32  [I]  [E]
                       HEUTE   : Elefantenjagd

MATHEMATIKER jagen Elefanten, indem sie nach Afrika gehen, alles
entfernen, was nicht Elefant ist, und ein Element der Restmenge fangen.

ERFAHRENE MATHEMATIKER werden zun„chst versuchen: die Existenz mindestens
eines eindeutigen Elefanten zu beweisen, bevor sie mit Schritt 1 als
untergeordneter šbungsaufgabe fortfahren.

MATHEMATIKPROFESSOREN beweisen die Existenz mindestens eines
eindeutigen Elefanten und berlassen dann das Aufspren und Einfangen
eines tats„chlichen Elefanten ihren Studenten.

INFORMATIKER jagen Elefanten, indem sie Algorithmus A ausfhren:
  1.) gehe nach Afrika
  2.) beginne am Kap der guten Hoffnung
  3.) durchkreuze Afrika von Sden nach Norden bidirektional in
      Ost-West-Richtung
  4.) fr jedes Durchkreuzen tue:
    a.) fange jedes Tier, das du siehst
    b.) vergleiche jedes gefangene Tier mit einem als Elefant
        bekannten Tier
    c.) halte an bei šbereinstimmung

ERFAHRENE PROGRAMMIERER ver„ndern Algorithmus A, indem sie ein als Elefant
bekanntes Tier in Kairo plazieren, damit das Programm in jedem Fall korrekt
beendet wird (terminiert).

ASSEMBLER-PROGRAMMIERER bevorzugen die Ausfhrung von Algorith-mus A auf
H„nden und Knien.

SQL-PROGRAMMIERER verwenden folgenden Ausdruck: SELECT Elefant FROM Afrika.

NATURAL-PROGRAMMIERER lassen sich von ADABAS einen Elefanten bringen.

INGENIEURE jagen Elefanten, indem sie nach Afrika gehen, jedes graue Tier
fangen, das ihnen ber den Weg l„uft und es als Elefant nehmen, wenn das
Gewicht nicht mehr als 15% von dem eines vorher gefangenem Elefanten
abweicht.

WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTLER jagen keine Elefanten. Aber sie sind fest davon
berzeugt, daá die Elefanten sich selber stellen wrden, wenn man ihnen nur
genug bezahlt.

STATISTIKER jagen das erste Tier, das sie sehen n-mal und nennen es Elefant.

UNTERNEHMENSBERATER jagen keine Elefanten. Und viele haben noch niemals
berhaupt irgendetwas gejagt. Aber man kann sie stundenweise engagieren, um
sich gute Ratschl„ge geben zu lassen.

SYSTEMANALYTIKER w„ren theoretisch in der Lage, die Korrelation zwischen
HutgrӇe und Trefferquote bei der Elefantenjagd zu bestimmen, wenn ihnen
nur jemand sagen wrde, was ein Elefant ist.

VIRENPROGRAMMIERER jagen Elefanten, indem Sie eine Maus ans Kap der
guten Hoffnung schicken und in Kairo auf die in Panik geratene Herde
warten. OSTFRIESEN muá man es nur richtig erkl„ren, dann schaffen sie es
auch.
 
 

Msg # ---                        Date: Tue 12/07/94, 23:45  [I]  [E]

                          V i t a m i n e
                          ---------------

Die Vitamine sind fr den Ablauf der Lebensvorg„nge unentbehrlich. Ihr Name
wurde gebildet aus den zwei W”rtern "Vita" (= Leben) und "Amin", weil man
zun„chst der Auffassung war, sie seien Amine, also Stickstoffverbindungen.
Sp„ter wurde jedoch festgestellt, daá ihr chemischer Aufbau recht
unterschiedlich ist.

Vitamine sind organische Nahrungsstoffe, die fr eine Vielzahl
biochemischer Funktionen in kleinen Mengen ben”tigt werd en. Der Organismus
kann Vitamine nicht oder nicht in ausreichender Menge bilden und muá sie
deshalb mit der Nahrung zug efhrt bekommen. Von den anderen essentiellen
Nahrungsbestandteilen, das sind Aminos„uren, Fetts„uren, Mineralstoffe us
w., unterscheiden sich die Vitamine vor allem durch ihre katalytische
Funktion im Stoffwechsel. Katalytische Funktion b edeutet, daá sie andere
chemische Reaktionen begnstigen, selbst aber nicht verbraucht werden. Sie
werden deshalb nur i n sehr kleinen Mengen ben”tigt. Ihr Tagesbedarf liegt
bei unter 20 mg, mit Ausnahme der Ascorbins„ure, auch als Vitamin
 C bekannt: Hier liegt der Tagesbedarf bei 60 mg.

Man unterscheidet zwei Klassen von Vitaminen: fettl”sliche und
wasserl”sliche. Diese Klassifizierung gibt einen Hinweis
 darauf, in welcher Art Nahrungsmittel das Vitamin in hoher Konzentration
anzutreffen ist. Die fettl”slichen Vitamine A , D, E und K kommen
vorwiegend in fetthaltigen Nahrungsmitteln vor. Die wasserl”slichen
Vitamine B, C und H sind sehr h itze-empfindlich, deshalb sind sie in
Konserven meistens nur sehr sp„rlich vorhanden; auch gehen sie infolge
ihrer Wass erl”slichkeit leicht ins Kochwasser ber.

Was sind freie Radikale und wie verursachen sie Vernetzungsreaktionen ?

Ein freies Radikal ist ein Teil eines Molekls, das im Laufe einer
chemischen Reaktion abgetrennt worden ist. Da freie Radikale ein
ungepaartes Elektron oder mehrere davon haben, sind sie im allgemeinen
hochreaktiv. Sie haben das Bestrebe n, sich mit jedem Molekl, mit dem sie
in Kontakt kommen, zu verbinden. Wenn sie z.B. mit den langen Moleklen der
fase rigen Proteine reagieren, vernetzen sich die Proteine miteinander,
wobei diese sich mit ihren mittleren Teilen aneinand erheften. Wenn einmal
gengend solcher "biochemischer Handschellen" angelegt sind, ist die
normale Funktion der Protein e beeintr„chtigt.

Verschiedenartige faserige Proteine wie Kollagen, Elastin oder Retikulin
des Bindegewebes k”nnen von Vernetzungsreaktio nen befallen werden. In der
Kindheitsphase ist dieser Vernetzungsprozess normal und sinnvoll. Wenn er
ausbliebe, wrde unser K”rper zeitlebens so zart und verletzlich bleiben
wie derjenige eines Babys. Das Problem besteht aber darin, daá der Prozess
im Erwachsenenalter nicht aufh”rt. Er geht sogar in verst„rktem Maáe
weiter, bis sich die Proteinfasern (im
 Falle des Bindegewebes das Kollagen) so stark verdichten und
zusammenziehen, daá sie die Zellen erwrgen, die feinen K apillare
abschnren und den Blutstrom mit seiner Ladung von Sauerstoff, Wasser und
Nahrung zum Erliegen bringen. Dadurc h wird die Haut ledrig und runzlig,
und die Arterien verlieren ihre F„higkeit, sich auszudehnen und zu
kontrahieren. Di e Gelenke und die Knorpel versteifen sich, und alle
K”rperteile gehen einem allm„hlichen Zerfall entgegen.

Wir sehen also, daá die sogenannten freien Radikale groáe Sch„den im
menschlichen Organismus anrichten k”nnen. Sie zers t”ren Proteine, Lipide
und die Erbsubstanz DNA. Sie sind eine der wichtigsten Ursachen fr den
Alterungsprozess und zah lreiche im Alter auftretenden Krankheiten.

Glcklicherweise gibt es eine Palette von Stoffen, die der Zerst”rung der
Zelle durch die freien Radikale entgegenwirke n k”nnen, indem sie diese
unsch„dlich machen. Sie heiáen "Antioxidantien".

Was sind Antioxidantien ?

Antioxidantien sind Substanzen, welche die Peroxidierung k”rpereigener
Makromolekle verhindern (das ist das, was die f reien Radikale anstellen),
indem sie sich selber als Opfer anbieten. Sie neutralisieren das Radikal,
bevor es z.B. mit der DNA reagiert. Aus der Reaktion von Antioxidantien mit
Sauerstoffradikalen gehen ziemlich stabile und harmlose Verbi ndungen
hervor, die der K”rper ohne Mhe ausscheiden kann.

Die Vitamine A, C und E geh”ren zur Stoffklasse der natrlichen
Antioxidantien. Ein Mangel an diesen Vitaminen hat bei Labortieren eine
deutliche Verkrzung der Lebenserwartung und zu frh eintretende
Alterungserscheinungen zur Folge. L„á t sich umgekehrt die Lebenserwartung
durch h”here Dosierung dieser Vitamine steigern ?

Nach Ansicht des zweifachen Nobelpreistr„gers Linus Pauling und vieler
anderer anerkannter Forscher ist dies mit groáer
 Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Die Wissenschaftler prophezeihen ein bis
zu 30 Jahre l„ngeres Leben sowie Gesundheit u nd Fitness auch im hohen
Alter. Aktuelle Untersuchungen scheinen diese Thesen zu untersttzen. Wir
wollen nun einen nat
rlichen Radikalf„nger, das Vitamin C, n„her betrachten.

Neben der Zellschutzfunktion hat es noch einer Reihe weiterer
lebenswichtiger Aufgaben in unserem K”rper:

Das Vitamin C, auch Ascorbins„ure genannt, erweist sich in der Grippe- und
Erk„ltungsprophylaxe als ntzlich. Es ist ei ne Substanz, die in groáen
Mengen ben”tigt wird und absolut lebensnotwendig ist, wie Wasser und
Sauerstoff. Ohne Ascorb ins„ure ist menschliches und tierisches Leben
unm”glich. Die meisten Tiere synthetisieren ihr eigenes Vitamin C in der
Leber oder in den Nieren. Der Mensch, andere Primaten und das
Meerschweinchen geh”ren zu den wenigen Kreaturen, die kei n eigenes Vitamin
C bilden k”nnen und von externen Quellen abh„ngig sind. Personen mit
totalem Vitamin-C-Mangel bekomme n Skorbut. Wird diesem Zustand nicht
rechtzeitig abgeholfen, so stellt sich ein j„mmerlicher Tod ein.

Mit wenigen Milligramm Vitamin C l„sst sich Skorbut verhten, aber die
Abwehrkr„fte gegen Infektionen sind nach wie vor
 ungengend: Grippe und Erk„ltung treten h„ufiger auf, die Krankheitsdauer
ist verl„ngert und die Erholung verlangsamt.
 Am K”rper bilden sich schon bei leichten Schl„gen blaue Flecken, Wunden
heilen nur langsam, Haut und Muskeln sind in e inem schlechten Zustand. Es
k”nnen sich Nieren- und Blasensteine bilden. Die Bereitschaft zur
allergischen Reaktion ist
 erh”ht. Alternssymptome treten frher auf als bei angemessener
Vitaminzufuhr.

Fhrt man sich t„glich eine gr”áere Dosis Vitamin C zu, die bis zu mehreren
tausend Milligramm gehen kann, so verschwin den diese Anf„lligkeiten. Man
wird seltener von einer Erk„ltung, einer Grippe oder irgendeiner anderen
bakteriellen ode r viralen Erkrankung befallen. Infenktionen und
Verletzungen heilen schneller, Quetschungen treten nur in milder Form u nd
nur nach den st„rksten Schl„gen auf. Mit Dosen in der H”he von
Zehntausenden von Milligramm werden noch bessere Resu ltate in Aussicht
gestellt. Krebs und Tumore k”nnen verhindert oder sogar geheilt werden, und
die Lebensdauer kann betr
„chtlich verl„ngert werden. Runzeln und andere sichtbare Alterungszeichen
bilden sich sp„ter als blich. Senile Demenz,
 Verlust der sexuellen Potenz, gekrmmte Haltung, arthritische Schmerzen
und andere Alterserscheinungen werden gemilder t oder g„nzlich vermieden.
Stattdessen bleibt die Vitalit„t entsprechend lange erhalten. (Linus
Pauling selbst ist 93 J ahre alt und erfreut sich bester Gesundheit und
Fitness.)

Eine der gr”áten Bedrohungen fr alte Menschen sind zerbrechliche, por”se
Knochen, die nach einem Bruch nicht mehr zusa mmenheilen k”nnen, die
sogenannte Osteoporose. Sofern der Ascorbins„urespiegel gengend hoch ist
und Ern„hrung und der Hormonhaushalt stimmen, kann die Bruchheilung im
Alter von 80 oder gar 120 Jahren so rasch erfolgen, wie das bei einem
40j„hrigen der Fall ist.
 

Ist Vitamin C ein Universalheilmittel, letzlich eine Wunderdroge ? Dem
scheint fast so, aber nur deshalb, weil wir in d ieser Hinsicht bislang
falsch belehrt worden sind. Unsere Vorstellung von einer guten Gesundheit
ist lange Zeit falsch
 gewesen, und wir haben gewisse Zust„nde in unserem Leben einfach als
Schicksal hingenommen. Man erkennt allm„hlich, da
á Ascorbins„ure ein Vitamin ist, das nicht nur in Spuren ben”tigt wird,
sondern eine wichtige Substanz darstellt, die i n groáen Mengen eingenommen
werden muá, damit wir unser Leben und eine optimale Gesundheit erhalten
k”nnen.

Die Funktionen von Ascorbins„ure sind so vielf„ltig, daá ein Mangel jedes
Organ und Gewebe des Organismus in Mitleidens chaft zieht und eine Unzahl
von Beschwerden mit sich bringt. Wenn die Versorgung mit Vitamin C in
gengend grossen Meng en erfolgt, verschwinden alle diese Beschwerden
wieder.

Moderne Ern„hrungswissenschaftler glauben, daá der Mensch die F„higkeit,
Ascorbins„ure zu synthetisieren, im Laufe sein er Evolution verloren hat.
Aufgrund einer genetischen Mutation vor vielen Millionen Jahren soll die
Produktion eines En zyms ausgefallen sein, das fr die Synthese von
Ascorbins„ure aus Glukose ben”tigt wird. Als der Mensch aus jenen Regio
nen, wo Frchte mit hohem Ascorbins„uregehalt das ganze Jahr hindurch
greifbar waren, auswanderte und die heutigen Lebe ns- und Essgewohnheiten
angenommen hat, ist diese Substanz immer mehr aus seiner Nahrung
verschwunden. Erst in der Mitt e dieses Jahrhunderts, als wir die Substanz
zu isolieren, zu synthetisieren und ihre Bedeutung zu verstehen begannen, i
st uns Vitamin C wieder in einem Ausmaá zug„nglich geworden, das unseren
realen Bedrfnissen entspricht.

Aber nicht nur das jetzt ausfhrlich beschriebene Vitamin C, sondern auch
die Vitamine A und E sowie andere Antioxidant ien wirken als Radikalf„nger.
Wenn sie in ausreichendem Maá eingenommen werden, verm”gen sie die
menschliche Lebenserwa rtung und Lebensqualit„t deutlich zu erh”hen. Und
ist nicht ein langes und gesundes Leben das Ziel eines jeden vernnft igen
Menschen ?
 

Msg # ---                        Date: Mon 18/07/94,  0:53  [I]  [E]
Wirtschaftskriminalitaet

BEI ANRUF VERLUST

Wie Hacker mit simplen Tricks auf Kosten von Telekom und
Unternehmen telefonieren

Zuerst sahen sie es als Herausforderung an, Systeme von "Ma`Bell"
zu knacken, wie die US-Telefongesellschaft liebevoll genannt
wurde. Heute fasziniert Telefonhacker auch in Europa der Weg zum
kostenlosen Plausch am Hoerer: Die simplen Tricks funktionieren
hier genauso.
HARMLOSES EQUIPMENT. Zur Standartausruestung zaehlen Tontasten-
telefone, Schnellwaehgeraete, Drahtklemmen, Computerprogramme
oder piepsende Fernsender, mit denen man jeden Anrufbeantworter
abfragen kann.
Wie die Hacken haben auch die illegalen Anrufer (Szenenslang:
"Phonofreak" oder "Phreaker") einen Ehrenkodex. Manchmal machen
sie trotzdem Geschaefte. An Telefonzellen zum Beispiel: Zehn Mark
kosten da beliebig lange Ueberseegespraeche. Die Tricks sind das
bestgehuetete Geheimnis der Szene. Wochenlang telefonieren sie
auf Kosten einer Firma ueber deren Zentrale. Dann fliegt die Sache
auf, und die naechste Firma wird angehackt.
PHONO-FREAKS nutzen Schwachstellen von Telefonzentralen aus: Weil
sich beinahe jede Anlage mit Pieptoenen - ueber die Sprechmuschel
eingegeben - steuern laesst, ist Telefonieren auf Kosten anderer
so einfach. Listen mit Angaben ueber Tonfrequenzen und Tonfolgen,
die Telefone tanzen lassen, werden ueber elektronische Mailboxen
weltweit gehandelt.
Letzter Schrei in Deutschland waren die "Blue boxen". Das sind
kleine Kaesten oder Computerprogramme, die problemlos alle Wunsch-
tonfolgen in die angehackten Leitungen spielen. "Aber 95 Prozent
der Leute, die Blue boxen benutzten, wussten gar nicht, was da ab-
lief", aergert sich Michael, einer aus der Phreakerszene. "Die waren
schuld, dass die Oeffentlichkeit darauf aufmerksam wurde und Phreaking
immer schwieriger wird."
ABWEHR. Nur ab und zu aendern Post sowie Unternehmen Hoehe und Folge
der Pieptoene, mit denen sich Leitungen anzapfen lassen. Elektronische
Vermittlungsstellen waren fuer die Leitungs-Kriminellen ebenfalls
eine Huerde.
Immer wieder gab es Geruechte, Anrufe koennten zurueckverfolgt werden
- der Alptraum jedes Phreakers. Entwarnung: Deutschland hat ein
vergleichsweise antiquiertes Telefonsystem. Zwar erklaert die Telekom,
beliebte Tricks wie "Blueboxing" seien seit einem halben Jahr "un-
moeglich". "Es ist nur etwas schwieriger geworden", korrigieren
Szenenkenner.
Neuester Dreh: Phreaks stellen sich von den oeffentlichen auf die
supermodernen, privaten Telefonzentralen um. In Deutschland gibt es
hunderte davon. Kenner lassen sich von ihnen einfach Ueberseegespraeche
vermitteln.
Das Problem: Viele Firmen wissen nicht, was ihre Telefonanlage alles
kann, oft verschweigen es die Hersteller. Erst mit der Rechnung er-
fahren sie, dass Phreaks ihr System als Sprungbrett in internationale
Telefonnetze missbraucht haben.
NEUE TECHNIK, NEUE RISIKEN. Telefonkomfort wie Sprachspeicher (Voice
mail) oder Fernwartung oeffnet auch in Deutschland Phreakern neue
Tueren.
Noch nimmt niemand die Parasiten in Telefonleitungen ernst. So konnte
die Anlage von Northern Telecom in Muenchen benutzt werden, um spielend
zum Lokaltarif in den USA anzurufen. Solche Peinlichkeiten sollen
unter der Decke bleiben - alles kein Problem.
Anderer Meinung ist Klaus Brunnstein, auf Hacker spezialisierter
Professor der Uni Hamburg: "Wenn Hersteller von Telefonanlagen den
Verbraucherschutz ernst naehmen, muessten sie Anwender auf Risiken
hinweisen, aber das waere schlecht fuers Geschaeft."
Auch die Amerikaner ignorierten Phreaking noch vor vier Jahren. Heute
kostet es die US-Industrie jaehrlich vier Milliarden Dollar.

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"Phreaking ist strafbar. Telefonieren auf Kosten anderer ist kein
Kavaliersdelikt. Nach deutschem Recht faellt das alles unter
Computerbetrug", meint der auf High-Tech-Delikte spezialisierte
Rechtsanwalt Guenter Freiherr VON GRAVENREUTH. Es drohen bis zu
fuenf Jahre Gefaengnis oder Geldstrafen (Paragraph 263a Strafgesetz-
buch). Schon das "blosse Ausspaehen von Daten" im Vorfeld der Tat
kann mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden.

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             DIE TRICKS DER PHREAKER:

BLUE BOX:
Geraet oder Programm, das Tonfrequenzen (Pfeifen) erzeugt, mit denen sich
Vermittlungen aelterer Telefonnetze steuern lassen. Trick: kostenlose
0130-Nummer anwaehlen, die in die USA fuehrt. Wird jetzt auf der richti-
gen Frequenz gepfiffen, glaubt die Vermittlungsstelle am anderen Ende,
das Gespraech sei beendet und haengt auf. Ist der Ton wieder weg, nimmt
sie an, ein neues Gespraech stuende zur Vermittlung an. Mit den richtigen
Steuertoenen zum Anwaehlen der gewuenschten Nummer wird die Verbindung
hergestellt. Das ist kostenlos, da die eigene Vermittlungsstelle annimmt,
es werde immer noch mit dem 0130er-Anschluss telefoniert. In modernen
Netzen funktioniert das nur noch bei Telefonaten in die USA und einige
andere Laender.

TELEFONZELLEN:
In oeffentlichen und bei Telefonen mit gesperrter Tastatur (Not- und
Serviceapparate) gewuenschte Nummer direkt durch die Sprechmuschel mit
einem Tongeber waehlen, den es in Elektronikshops zum Fernabfragen von
Anrufbeantwortern gibt. In Deutschland bieten rund 30 Prozent der An-
schluesse dieses Tonwaehlverfahren. Anderer Trick: Mehrfaches, schnelles
Druecken der Hoerergabel simuliert Waehlimpulse. Zum Waehlen einer Eins
wird einmal kurz angeschlagen, fuer die Zwei zweimal...

VERTEILKASTEN:
Telefonverteilkaesten in Privathaeusern sind haeufig offen zugaenglich.
Zum Anzapfen wird ein Telefon benutzt, dessen Stecker entfernt und durch
zwei Klemmen ersetzt wurde. Dieser Trick wird auch dazu verwendet, um
mit eingepflanzten Nummernwaehlgeraeten nachts auf Rechnung anderer
kostenpflichtige Dienste (0190-Nummern) anzurufen.

R-GESPRAECHE:
Anrufer aus den USA verlangt zum vereinbarten Zeitpunkt ein R-Gespraech
in eine oeffentliche Telefonzelle, etwa im Kaufhaus. Der Angerufene in
der Telefonzelle akzeptiert das Gespraech. Es bezahlt der Betreiber der
Zelle. Funktioniert, wo die US-Vermittlungsstelle nicht feststellen
kann, dass es sich um eine Telefonzelle handelt.

OUTDIAL:
Telefonzentrale einer Firma mit einem Tontastenapparat dazu bringen,
einen eingehenden Anruf ueber eine andere Leitung der Zentrale mit
jeder gewuenschten externen Nummer zu verbinden, so als ginge der
Anruf von jener Firma aus. Kosten fuer die zweite Strecke zahlt sie.
Einstieg ueber Sprachbox-Funktionen moderner Telefonzentralen. Das
sind Anrufbeantworter in der Zentrale, die von angeschlossenen Mit-
arbeitern aktiviert werden koennen. Bei Anlagen von Northern Telecom
z.B. genuegt es, Null und Sterntaste zu druecken.

FUNKTELEFONE:
Nicht zugelassene Geraete arbeiten oft auf denselben Frequenzen, meist
ohne Codeschutz. Es genuegt, mit dem Hoerer in der Hand durch die
Strassen zu fahren, bis ein Freizeichen ertoent: Der eigene Apparat hat
mit einem illegalen Apparat in einer der umliegenden Wohnungen Kontakt
aufgenommen. Es kann nun auf deren Rechnung telefoniert werden. Bei
Mobiltelefonen: Gestohlene Geraete sind mit PC, Kabel und Hersteller-
programmen auf fremde Rufnummern umprogrammiert.

TRUNK-TRUNK:
Bei mulinationalen Konzernen wie beim "Outdial" in die Haustelefon-
zentrale einschalten, dann jedoch intern mit einer Schwesternzentrale
derselben Firma in einem anderen Land verbinden lassen. Erst von dort
aus sich mit dem Outdial-Trick auf das oeffentliche Netz schalten
lassen. Die Codes stehen in Firmentelefonverzeichnissen. Banken machen
vor: Muss ein Frankfurter Mitarbeiter Kollegen in New York erreiche,.
so benuetzt er fuer die Strecke statt des oeffentlichen das firmen-
interne Telefonnetz.

BLKACK BOX:
Leitung beim Angerufenen wird so an die Box angeschlossen, dass der
Anrufer fuer das gespraech nichts zahlt. Funktioniert bei analogen
Telefonsystemen: Dank des elektrischen Widerstands der "Black box"
kann der Telefonhoerer abgehoben werden, ohne dass es die Vermittlungs-
stelle merkt. Konstruktionsplaene werden in Mailboxen gehandelt.

CHEESE BOX:
Miteinander telefonieren, ohne direkt anzurufen. Zwei Telefonleitungen
werden ueber die "Cheese box" kurzgeschlossen. Beide rufen sich gegen-
seitig an und koennen miteinander kostenlos sprechen. Oft benutzt, um
Fahnder irrezufuehren.
 

Aus FOCUS 6/1994

Msg # ---                        Date: Thu 14/04/94, 11:37  [I]  [E]
Subject: Loewe in der Wueste

WIE FŽNGT MAN EINEN LOEWEN IN DER WÜSTE ?

Das Einfangen von Loewen, als ein wunderschoenes Beispiel von
angewandter Mathematik in das sogar physikalische Aspekte einfliessen.
Mathematische Methoden:

        1) Die Hilbertsche oder Axiomatische Methode.
        Man stellt einen Kaefig in die Wueste und fuehre folgendes
        Axiomensystem ein:
        Axiom 1: Die Menge der Loewen in der Wueste ist nicht leer.
        Axiom 2: Sind Loewen in der Wueste, so ist auch ein Loewe
        im Kaefig.
        Schlussregel: Ist p ein wahrer Satz und gilt "wenn p so q",
        so ist auch q ein wahrer Satz.
        Satz: Es ist ein Loewe im Kaefig.

        2) Die geometrische Methode.
        Man stellt einen zylindrischen Kaefig in die Wueste.
        Fall 1: Der Loewe ist im Kaefig. Dieser Fall ist trivial.
        Fall 2: Der Loewe ist ausserhalb des Kaefigs. Dann stelle man
        sich in den Kaefig und fuehre eine Inversion an den
        Kaefigwaenden durch. Auf diese Weise gelangt der Loewe in den
        Kaefig und man selber nach aussen.
        Achtung: Bei Anwendung dieser Methode ist dringend darauf zu
        achten, dass man sich nicht auf den Mittelpunkt des Kaefigbodens
        stellt, da man sonst im Unendlichen verschwindet.

        3) Die topologische Methode.
        Der Loewe kann topologisch als Torus aufgefasst werden. Man
        transportiert die Wueste in den vierdimensionalen Raum. Es
        ist nun moeglich, die Wueste so zu deformieren, dass beim
        Ruecktransport in den dreidimensionalen Raum der Loewe verknotet
        ist. Dann ist er hilflos !!
 

        Physikalische Methoden:

        1) Die Newtonsche Methode.
        Kaefig und Loewe ziehen sich durch die Gravitationskraft
        gegenseitig an. Man vernachlaessige die Reibung. Auf diese
        Weise muss der Loewe frueher oder spaeter am Kaefig landen.

        2) Die Heisenberg-Methode.
        Ort und Geschwindigkeit eines bewegten Loewen lassen sich
        nicht gleichzeitig bestimmen. Da bewegte Loewen also keinen
        physikalischsinnvollen Ort in der Wueste annehmen, kommen sie
        daher fuer die Jagd auch nicht in Frage. Die Loewenjagd kann
        sich daher nur auf ruhende Loewen beschraenken.
        Das Einfangen eines ruhenden, bewegungslosen Loewen wird als
        Uebungsaufgabe angesehen, der Beweis dem Leser ueberlassen.

        3) Die Schroedinger-Methode.
        Die Wahrscheinlichkeit dafuer, dass der Loewe zu einem
        beliebigen Zeitpunkt in den Kaefig geht, ist groesser als Null.
        Man setze sich vor den Kaefig und warte.

        4) Die Einsteinsche oder relativistische Methode.
        Man ueberfliege die Wueste nahezu mit Lichtgeschwindigkeit.
        Durch die relativistische Laengenkontraktion wird der Loewe
        flach wie Papier. Man greife ihn, rolle ihn auf und mache ein
        Gummiband herum.

Diese Zusammenstellung zeigt deutlich, dass ein Student einer Universitaet
eine wirklich praxisnahe Ausbildung geniesst, mit der er im spaeteren
Berufsleben hervorragend zurecht kommen kann, wenn er nur die richtige
Anwendung finden kann.
 
 

Msg # ---                        Date: Thu 21/04/94,  1:53  [I]  [E]
Subject: Drogen

Wie die populaersten Drogen wirken;
Wie man ihre Wirkung mit billigsten Mitteln simuliert;
Was man nach dem Genuss tun kann und welche Musik man dabei hoert.
 

KOKAIN
~~~~~~
Kokain, auch Fickpuder genannt, gilt als die Gesellschaftsdroge Nr. 1. Sie
suggeriert dem Konsumenten, ein extrem gutaussehender, hoechst eloquenter
Nobelpreistraeger mit der sexuellen Anziehungskraft eines schwarzen Loches
zu sein. Auf jemanden, der kein Kokain genommen hat, wirkt das eher wie ein
exkommunizierter Trappistenmoench, der weisse Puderreste an den Nasenloech-
ern hat und sich um Kopf und Kragen quasselt.
Kokain steigert das Mitteilungsbeduerfnis, laehmt aber in gleichem Masse die
Selbstkritik, was dazu fuehrt, dass man jeden chemischen Kurzschluss im
Kleinhirn fuer bares Geld haelt und meint, dass er umghend einer breiteren
Oeffentlichkeit vermittelt werden muss. Kokaingenuss ist die Hauptursache
fuer
Rap-Lyrik, Performances und die Gesamtwerke von Rainer Werner Fassbinder und
Hermann Goering.
Fuer den Kokaingenuss in der Oeffentlichkeit gelten ganz besondere Umgangs-
formen. So sollten Sie es vermeiden, wenn Sie sich auf einer wilden Party
mit anderen Kokainisten befinden, dort eine ein Meter lange Koksstrasse auf
den Tisch zu legen und zu verkuenden:

               Die ist jetzt ganz fuer mich allein!

Gehen Sie lieber auf's Klo. Aber auch dabei ist Vorsicht geboten! Sie
koennen nicht 15 Minuten lang die einzige Toilette des Hauses blockieren,
dabei Geraeusche wie ein Industriestaubsauger machen und glauben, Sie
kaemen ungeschoren davon. Fuehren Sie deshalb immer einige Briefchen mit
ungeloeschtem Kalk mit sich, die sie nachher grosszuegig an Ihre Freunde
verteilen koennen. Sex auf Kokain ist in der Tat eine Angelegenheit
hoeherer Vergnuegungsordnung. Dazu nur eines: Falls Sie jemals das Geruecht
gehoert haben, dass ein maennliches Glied durch Kokaingenuss so hart werden
kann, dass man damit einen gefrorenen Acker umpfluegen kann: das stimmt!

Wie man die Wirkung von Kokain simuliert:
Vier Tuetchen Nescafe mit einer Tafel Schokakola aufkochen, auf Ex trinken.

Aktivitaeten:
Freeclimbing, Volksreden, Zehnkampf.

Musik:
Richard Wagner, "Walkuerenritt".
 

LSD
~~~
LSD ist definitiv *keine* Gesellschaftsdroge. Menschen unter Wirkung von
LSD neigen zu Introvertiertheit, Absencen, trinken weinig Alkohol und
spielen ungern Skat. Sie sind vielmehr mit universellen Fragen und
existenzphilosophischen Problemen oberster Ordnung beschaeftigt, dabei
laesst sich nun mal schlecht kegeln.
Unter LSD sollte man auch sportliche Aktivitaeten wie Voelkerball oder
Formationstanz meiden und sich ausserdem von oeffentlichen Auftritten
fernhalten (Buettenreden, Kanzelpredigten). Seien Sie unter der Wirkung
dieser Droge auf alles gefasst!Von kleinen singenden Maennern, die auf
ihrem Kopf eine Kathedrale errichten, sollten Si sich nicht irritieren
lassen. Und wenn Sie in den Spiegel sehen und dort Charles Manson
erblicken, schenken Sie dem einfach keine Beachtung. Sie sind nur auf dem
"HORROR". Das geht vorbei, in zirka 10 bis 48 Stunden. Entspannen Sie sich!
Legen Sie einfach eine Platte auf und *fuehlen* Sie ein bisschen Musik. Das
geht! Auf LSD geht alles! Fuehlen sie, wie die Harmonien Ihren Koerper
umspuelen, durch Ihre Gehoergaenge in ihr Gehirn kriechen und sich dort in
kleine fette Wuermer mit dem Gesicht von Charles Mansonverwandeln, denn Sie
sind ja immer noch auf "HORROR". Dagegen helfen kalte , zuckerhaltige
Getraenke. Trinken Sie ein Glas Limonade und spueren Sie dabei, dass Sie
fuenf Lippen haben. Das bringt Sie ganz schoen auf "HORROR", was ? Lassen
sie ein paar andere LSD-Konsumenten an ihren paranoiden Wahnvorstellungen
teilhaben, das geht ganz leicht. Erzeugen Sie irritierende Geraeusche (etwa
mit dem Fingernagel unter der Tischplatte), murmeln Sie mit verstellter
Stimme Saetze bedrohlichen Inhalts, stellen sie sich doof, wenn man Sie
fragt, ob Sie etwas gehoert haetten. Oder schildern sie einfach Ihre
eigenen Halluzinationen und erzaehlen Sie von Ihrem "Kumpel", der vom
"gleichen Stoff" dermassen draufgekommen ist, dass er jetzt in einer
Gummizelle die spinnen an der wand zaehlt. Das genuegt manchmal schon, um
einen eben noch im Einklang mit dem Universum befindlichen LSD-Astronauten
in ein kreischendes Nervenbuendel zu verwandeln.

Wie man die Wirkung von LSD simuliert:
Fuenfzehn Minuten hyperventilieren und zwei Gauloises gleichzeitig auf
Lunge rauchen. Hinlegen.

Aktivitaeten:
Liegenbleiben. Eventuell onanieren.

Musik:
Walgesaenge.
 

Stechapfel
~~~~~~~~~~
Wenn Sie Wert darauf legen sollten, sich einmal zu fuehlen wie der Haupt-
darsteller in einem Hieronymus-Bosch-Gemaelde, dann brauen sie sich einfach
einen Stechapfeltee.
Diese nicht zu unteschaetzende Naturdroge waechst in jedem besseren
deutschen Gehoelz und faellt nicht unter das Betaeubungsmittelgesetz!

Vorsicht allerdings bei der Dosierung! Es gilt die Faustregel: Wenn
ungefaehr einen Stunde nach Einnahme der Droge die gesamte Belegschaft der
"Versuchung des heiligen Antonius" auf einen sprung vorbeikommt, war die
Dosierung richtig;wenn Sie mit Schaum vor dem Mund an eine Tragbahre
geschnallt zum Notartzwagen getragen werden, zu hoch. In beiden Faellen
werden Sie eine interessante Zeit haben - wenn sie es interessant finden zu
wissen, wie sich ein klinischer Paranoiker auf der Hoehe eines schizoiden
Schubes fuehlt. Die schlimmsten halluzinationen klingen oft schon nach
einigen Tagen ab.

Wie man die Wirkung von Stechapfel simuliert:
mit einer verdorbenen Fischkonserve lassen sich sehr aehnliche Resultate
erzielen.

Aktivitaeten:
Besenritte, schwarze Messen.

Musik:
Carl Orff, Black Sabbath.
 

Pilze
~~~~~
Die mildesten Ergebnisse erzielen Sie mit Champignons, die wildesten mit
Fliegenpilzen. Etwa in der Mitte liegen die Psilozybin-Pilze, kleine
unscheinbare Gesellen mit manchmal magischer Wirkung. Doch keine Angst -
wenn LSD der Porsche unter den bewusstseinserweiternden Drogen ist, dann
ist Psilozybin das Fahrrad.
Das bedeutet, die Grenzen der Wahrnehmung werden nie so drastisch
erweitert, dass man glaubt, man habe fuenf Lippen - drei Lippen sind das
Hoechste.
Falls Sie die Pilze richtig dosiert haben, werden Sie bald eine nie
gekannte Liebe fuer alle Lebensformen spueren: fuer Menschen, fuer Tiere,
fuer Pflanzen und besonders fuer Pilze.

Wie man die Wirkung von Pilzen simuliert:
Wie LSD, aber mit Leichtzigaretten.

Aktivitaeten:
Pilze sammeln.

Musik:
Beatles.
 

XTC
~~~
XTC wirkt ungefaehr so wie alle bekannten Rauschdrogen zusammen,
entsprechend wird es auch hergestellt: Man schuettet zu gleichen Anteilen
Heroin, Koks, Benzedrin, LSD und eine Flasche Southern Comfort in einen
Eimer, dann wird kraeftig geruehrt. Ahnlich umfassend ist auch der Kater:
Sie koennen noch nach 3 Tagen ihre Leber brummen hoeren.
XTC bringt die Hurra-Atome im Gehirn zur Schwingung. Man entwickelt
Allmachtsphantasien und haelt sich fuer das Zentralsexualorgan des
Universums. Nehmen Sie XTC nur in Gesellschaft moeglichst vieler
Sexualpartner ein, das Geschlecht oder die Tierart spielt dabei keine
Rolle.
Sollten Sie den Fehler gemacht haben, die Droge alleine eingenommen zu
haben, gibt es nur eine Empfehlung: Ziehen sie sich nackt aus, laufen sie
in den Park, und voegeln Sie einen Baum.

Wie man die Wirkung von XTC simuliert:
Schuetten sie zu gleiche Anteilen Heroin, Koks, Benzedrin, LSD und eine
Flasche Southern Comfort in einen Eimer, kraeftig umruehren.

Aktivitaeten:
Tanzen, ficken. Oder beim tanzen ficken.

Musik:
Zu laut.
 

Haschisch
~~~~~~~~~
Haschisch ist keine Droge, sondern ein homoeopathisches Mittel, das einer
Daemonisierungskampagne zum Opfer gefallen ist. Unter Haschischeinfluss
dehnt sich das Raum-Zeit-Kontinuum um 500 Prozent, d.h., man kann bei
konsequentem Haschischkonsum 400 Jahre alt werden, mehr als bei jeder
anderen Droge.

Wie man die wirkung von Haschisch simuliert:
Schwierig.

Aktivitaeten:
Mehr Haschisch rauchen.

Musik:
Ja, gerne.
 

Heroin
~~~~~~
Sind Sie lebensmuede, aber zu feige zum Sterben? Dann duerfte Heroin genau
das richtige fuer Sie sein. Ein Heroinkick gibt Ihnen all die Liebe, die
Sie von Ihrer Stiefmutter nicht bekommen haben. Das ist wie waehrend eines
multiplen Orgasmusses zu erfahren, das man den Nobelpreis verliehen
bekommt. Sie muessen als Gegenleistung nur gelegentlich ein paar gelaehmte
alte Damen niederstrecken und ausrauben oder Ihr Geschlecht in einer
uebelbeleumdeten Bahnhofsgegend einer Meute von Randexistenzen feilbieten.
Wenn Ihnen das zu anstrengend ist, koennen Sie ja ein paar Heroinverherr-
lichungsschallplatten aufnehmen, die gehen immer wie geschnitten Brot.
Reich, fett und nach einer Frischzellenkur von der Droge geheilt, koennen
sie dann eine Heroinverdammungsschalltlatte aufnehmen, die laufen noch
besser und werden kostenlos vom Gesundheitsministerium mit farbigen
Broschueren unterstuetzt.

Wie man die Wirkung von Heroin simuliert:
Loesen Sie eine Familienpackung Baldrian in einer Flasche Pernod auf,
trinken Sie alles zuegig mit einem Strohhalm aus und schlagen Sie sich die
Flasche ueber den Schaedel. Das wirkt zwar nicht ganz so wie Heroin, macht
dafuer aber auch nicht suechtig.
 

Crack
~~~~~
Crack-Atome gelten als die Roten Khmer unter den Drogenmolekuelen: Sie
dringen ueberfallartig ins Gehirn ein und killen dort alles, was sich
bewegt. Das uebertaegt sich auch auf den Konsumenten: Man moechte am
liebsten irgentwo eindringen und dort alles killen, was sich bewegt.

Wie man die Wirkung von Crack simuliert:
Eine Tube Pattex in einer Flasche Domestos aufloesen, intravenoes
injizieren.

Aktivitaeten:
Saeureattentate, Bandenkriege.

Musik:
Moeglichst von Negern.
 

Opium
~~~~~
Typische Chinesendroge, konnte sich auf dem internationalen Markt nie
richtig durchsetzen, genau wie Hundeessen, Studentenmassaker und Mao
Tse-tung.

Wie man die Wirkung von Opium simuliert:
Wie Heroin.

Aktivitaeten:
Keine.

Musik:
Egal.
 

Alkohol
~~~~~~~
Alkoholiker sind die Handwerker unter den Drogenabhaengigen. Der
Alkohlrausch ist der einzige Rausch, den man schichtweise hochziehen kann
wie eine Backsteinmauer. Einmal errichtet, bildet er einen soliden
shutzwall gegen das Elend der Welt, gegen Schmerz, Not und Frauenblusen mit
Maennernamen. Alkohol beseitigt ausserdem nicht nur unnoetige Hemmungen und
moralische Bedenken, er schraenkt auch noch die Schuldfaehigkeit ein:
Schlachten Sie ruhig Ihre Familie mit dem Schlagbohrer ab, haeuten Sie
einen Polizisten mit einem Kaesehobel oder zuenden Sie ein Asylantenheim
an - aber genehmigen sie sich vorher um Gottes Willen eine Flasche
Reisschnaps, dann kommen Sie mit ein paar Monaten auf Bewaehrung davon.

Wie man Alkohol herstellt:
Eine Badewanne voll Weintrauben mit 5 Eimern Zucker einen Monat lang gaeren
lassen. Trinken.

Aktivitaeten:
Lallen, kotzen.

Musik:
Serge Gainsborough, The Pogues.
 

Sonstiges
~~~~~~~~~
Fuer Valium, Captagon, Valeron, Codein und aehnliche Pharmazeutische
Erzeugnisse gilt, was fuer alle halbwegs legal erhaeltlichen Drogen gilt:
Finger weg, das ist was fuer Spiesser. Wie kann etwas Spass machen, das der
Hausarzt verschreibt? Es sei denn, sie klauen die Pillen. Das ist dann
wieder cool.
 

Der Flashback
~~~~~~~~~~~~~
Ein Flashback ist ein sehr rares Phaenomen, das nach Konsum von LSD
auftreten kann: Tage, Wochen, ja Monate nach Genuss der Droge kommt die
halluzinogene Wirkung mit voller wucht zurueck. Das kann, je nachdem, eine
willkommene Gratisueberraschung oder eine Geisterbahnfahrt werde, kommt
darauf an, wo sie sich gerade befinden.
Sollten sie der Ehrengast einer Drogenverdammungsveranstaltung sein oder
ein Passagierflugzeug durch ein Andengewitter steuern, dann versuchen Sie
Ruhe zu bewahren. Oder besser: drehen sie einfach durch und schreien sie
nach dem Notarzt.

---------------------------------------------------------------------------

(aus:  Walter Moers,  "Schoener Leben mit dem kleinen Arschloch")
 
 

Msg # ---                        Date: Sat 23/04/94, 21:27  [I]  [E]

Katholikenproblem in Schleswig - Holstein loesen !

Um es gleich vorweg zu sagen, wir haben nichts gegen
Katholiken. Im Gegenteil, jeder Katholik, der sauber ist
und hier seit Jahren Steuern zahlt, ist uns willkommen. Wir
wehren uns nur dagegen, dass wir Schleswig - Holsteiner
durch den Zustrom von schwarzen Schafen unsere kulturelle
Identitaet verlieren.

Leider ist es den meisten Katholiken aufgrund ihrer
fundamentalistischen Einstellung bisher nicht gelungen,
ihre naturreligioese Vorstellung von Sexualitaet, nach der
sexuelle Handlungen nur zum Zwecke der Fortpflanzung
ausgeuebt werden duerfen, abzulegen. Das fuehrt dazu, dass
diese Bevoelkerungsgruppe, die wir einst als Gaeste in unser
Land riefen, sich hier vermehren, wie die Karnickel in der
Geest. Sind es nicht jene Katholiken, die durch ihre
beharrliche Ablehnung jeder Form von Empfaengnisverhuetung in
erheblichem Umfang zur Verschaerfung von Problemen wie
Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit beigetragen haben und
damit die Stabilitaet der Deutschen Mark in Gefahr bringen?

Nach Untersuchungen des Landeskriminalamtes Bayern wurde
eindeutig nachgewiesen, dass 87,4% aller bayrischen
Straftaeter Katholiken sind. Allein diese Zahl macht schon
deutlich, dass der dramatische Anstieg der Kriminalitaet in
den letzten Jahren nicht unabhaengig vom Katholikenproblem
betrachtet werden darf.

Noch stellen die Katholiken in Schleswig - Holstein eine
Minderheit dar, doch alleine in der Zeit von 1961 bis 1987
hat sich ihre Zahl um mehr als 22 % auf 157.000 erhoeht.

Schon das Symbol, das die Katholiken anbeten, das Bildnis
eines Gefolterten am Kreuz, ist ein beredetes Zeugnis der
latenten Gewaltbereitschaft dieser Gruppe. Muss es erst
soweit kommen, dass sich keine schleswig - holsteinische
Frau mehr aus Angst vor Katholiken auf die Strasse traut?

Nach wie vor stehen eine Vielzahl der religioesen Rituale
der Katholiken im eklatanten Widerspruch zum Grundgesetz
der Bundesrepublik Deutschland. Hierzu nur zwei Beispiele:
Waehrend das Grundgesetz Ehe und Familie unter den
besonderen Schutz der Gemeinschaft stellt, verbietet die
Katholische Kirche ihren Priestern kategorisch die
Eheschliessung und Familiengruendung. Waehrend nach dem
Grundgesetz Maenner und Frauen gleichberechtigt sind, ist es
den Frauen in der Katholischen Kirche verboten, Priesterin
zu werden. Muss es erst soweit kommen, dass der Erzbischhof
von Koeln die Macht an sich reisst, um das Grundgesetz ausser
Kraft zu setzen und einen sogenannten Gottesstaat ohne
demokratische Legitimation zu errichten?

Besonders besorgniserregend ist fuer Fachleute die Tatsache,
dass zwischen der Einfuehrung des Bundessozialhilfegesetzes
im Jahre 1961 und dem Anstieg der Katholikentage in
Schleswig - Holstein direkte Zusammenhaenge vermutet werden
koennen. Hier ruhen sich Katholiken ganz offensichtlich in
der Haengematte unseres Wohlfartstaates aus. Zwar sind wir
noch eines der reichsten Laender dieser Erde, aber wie lange
koennen wir uns diesen Missbrauch durch die Katholiken noch
leisten? Bereits jetzt sind die negativen Einfluesse der
Katholiken auf die deutsche Wirtschaft unverkennbar. Die
hohe Anzahl ihrer religioesen Feiertage fuehrt zu
Produktionseinbussen in Milliardenhoehe. Dies hat die
Konkurrenzfaehigkeit z.B. zur japanischen Industrie, in der
so gut wie keine Katholiken arbeiten, erheblich
beeintraechtigt. Muss die deutsche Wirtschaft erst voellig am
Boden liegen, bis die Katholikenflut eingedaemmt wird?

Die Katholiken haben einen eigenen Staat, eine Heimat in
der sie nicht unterdrueckt und verfolgt werden. Wenn sie zu
uns kommen, geschieht dies in der Regel nur aus
wirtschaftlichen Gruenden, obwohl der Vatikan das hoechste
Pro-Kopf-Einkommen der Welt hat. Muessen wir am Ende alle
900 Millionen Katholiken der Erde bei uns aufnehmen? Nein,
wir koennen das Katholikenproblem dieser Welt nicht alleine
loesen, und die zunehmende Katholikenfeindlichkeit in
Schleswig - Holstein erfordert sofortiges Eingreifen und
Handeln.

Wir schlagen deshalb vor:

  o  Abweisung aller Kastholiken an den Grenzen Schleswig -
     Holsteins!

  o  Sofortige Abschiebung aller kriminellen Katholiken in
     den Vatikan!

  o  Erteilung einer befristeten Aufenthalbserlaubnis fuer
     Katholiken nur bei Nachweis eines Arbeitsplatzes!

  o  Abschaffung des Wahlrechts fuer Katholiken!

  o  Ausweisung aller Katholiken bei Sozialhilfebezug und
     Arbeitslosigkeit!

  o  Unterbringung aller Katholiken in
     Gemeinschaftsunterkuenften!

  o  Ausweisung aller Katholiken bei verfassungsfeidlichen
     Aktivitaeten!
 

     Das Boot ist voll!    Stoppt die Katholikenflut!

--- CrossPoint v2.1
 * Origin: Star Trekkin' across the universe ... (2:243/7006.11)
 

Msg # ---                        Date: Wed 27/04/94, 18:56  [I]  [E]

        MIR WURDE GEHOLFEN !
 

Am Anfang war es einfach nur Gedankenlosigkeit. Ein Freund rief an, ob ich
nicht ein paar tausend Mark verdienen wollte - ich brauechte nur am Telefon
zu
sitzen. Richtig Geld verdienen, ohne etwas dafuer zu tuen, wer haette sich
das nicht gewuenscht. Fuer mich schien jedenfalls ein Maerchen wahr zu
werden.
Was kuemmerte es mich, wenn sich andere Menschen ihr Leben ruinierten ...
schliesslich gab ich ihnen nur das, was sie alle haben wollten. Ich hatte
die Ware, nach der sie alle verrueckt waren, und ich verkaufte sie fuer
teuer Geld.
Mitleid ? Kannte ich nicht. Ich hatte nur Abscheu und Verachtung fuer meine
Kunden uebrig, wegen mir konnten sie verrecken, wenn sie meine Preise nicht
mehr zahlen konnten.
Zuerst waren sie meistens ganz bescheiden, waren nur mit wenig zufrieden.
Doch das hielt nicht lange vor. Schon bald brauchten sie mehr. Da war
inzwischen auch der Freund oder die Freundin, die versorgt werden mussten,
dann kamen Kinder, schliesslich sogar die Grosseltern - sie wollten immer
mehr und mehr. Und ich sollte es ihnen geben, am besten umsonst oder ganz
billig. Da waren sie bei mir an den Richtigen geraten.
Heute schaeme ich mich vor mir selber, doch damals genoss ich mein
verbrecherisches Leben in vollen Zuegen, schliesslich konnte ich mir alles
leisten, was vorher nur ein Traum fuer mich war, schoene Autos, schnelle
Frauen, teure Uhren - ich liess es mir an nichts fehlen. Aber meine
Ansprueche stiegen ins Maszlose: Ein Auto mit aussen beheizbarer
Heckscheibe musste es sein. Um das Geld dafuer ranzuschaffen, nahm ich
meinen Kunden immer wahnsinnigere Preise ab. Als ich einer Arbeiterin fuer
eine
1 1/2 Zimmer-Wohnung eine Courtage von 12,3 Monatsmieten berechnete, schrie
sie ploetzlich, ich sei ein gottverdammter Blutsauger,"In anderen Zeiten
waerst Du auf die Guillotine gekommen, du Schwein !"
Ich liess die Frau von meinen Leibwaechtern rauswerfen, doch tief im
Inneren wusste ich, sie hatte recht. Ja, ich war ein Blutsauger, der mit
dem Wohnraum, den alle so noetig brauchten, seine schmutzigen Geschaefte
machte. Zynisch
und menschenverachtend schaute ich mir die Wohnungen oder Haueser, die ich
zu vermitteln hatte, oft gar nicht erst an. Ein, zwei Telefongespraeche,
her mit der Kohle und dann fort mit dem Schaden, wie man so sagt. Ich
fuehlte mich wie ein gemeiner Verbrecher, die Scherze meiner Kollegen "Na,
wie viele hast Du heute ausgenommen ?" erschienen mir schal und
geschmacklos. Doch wie sollte ich mein verpfuschtes Leben aendern ? ich
wusste ja gar nicht, ob ich ueberhaupt mit ehrlicher Arbeit mein Geld
verdienen konnte, ja, ich wusste noch nicht einmal, was ehrliche Arbeit war.
Da las ich eine Anzeige: "Nichtmakler in 100 Tagen - Erfolg garantiert".
Das war es, das war die Rettung. Ich meldete mich sofort an, und
tatsaechlich, ich wurde geheilt.
Heute wbin ich wieder ein nuetzliches Mitglied der menschlichen
Gemeinschaft und seit einer Woche Leiter der Frischfleischabteilung im HL
einer hessischen Kleinstadt. Ich habe meine Vergangenheit besiegt und
wuenschte, meine ehemaligen Kollegen wuerden meinem Beispiel folgen.

Gemeinsam koennen wir etwas dagegen tun !

>gelesen in einer Ausgabe der TITANIC
 

Msg # ---                        Date: Fri 29/04/94, 21:33  [I]  [E]

 Karstadt- das Monster, das im Dunkeln lauert
 

 26.3.  Der Karstadt wird mir unheimlich. Als ich heute morgen
        einkaufen war, hoerte ich zum ersten Mal diese Durchsage:
        "42, bitte 7." Was hat das zu bedeuten ?  Ich legte schnell
        die Hundebuerste zurueck, die ich fuer meinen Dackelrueden
        kaufen wollte, und verliess das Kaufhaus. Ueberall Kameras.

 27.3.  Auch in der Lebensmittelabteilung also: "20 bitte, 20!"
        Raetselhaft: Sofort nach der Durchsage nahm die Wurstverkaeuferin
        die von einer Kundin reklamierte Dauerwurst
        widerspruchslos zurueck. Zufall ?

 28.3.  Posten in der Stoffabteilung bezogen. Schon nach zehn Minuten
        konnte ich zwei Durchsagen festhalten:
        "15, bitte !" und "31, bitte 2 !" Mag sein, dass ich mich bei der
        letzten verhoert habe. Was soll das ?  Heisst 'Elf' etwa:
        "Fraeulein Bauer bitte zur Kasse 1" ?  'Dreizehn' soviel wie
        "Herr Dr. Mann, bitte zum Chef", und 'Dreiunddreissig'
        "Herr Warnke, wenn Sie sich noch einmal im Schritt kratzen,
        waehrend Sie bedienen, fliegen Sie raus" ?

 30.3.  Ich glaube, hier ist eine fremde, dunkle Macht am Werk. Warum sonst
        wuerde man Codes benutzen ?  Bislang habe ich 93 verschiedene,
        teilweise auch mit Buchstaben. Pro Tag kommen etwa 20 neue hinzu.
        Ich brauche mehr Zeit.

 2.4.   Ich habe meinen Job gekuendigt.

 3.4.   Der erste ganze Tag im Karstadt. Zwei Stunden Lebensmittel,
        drei Elektronik, fuenf Autozubehoer. Im Cafe kennen sie mich schon.
        Tarnung ?

 4.4.   Der Hausdetektiv verfolgt mich. Ich habe Angst. Auch andere
        Kunden scheinen die Durchsagen wahrzunehmen. Eine aeltere Dame
        zuckte sogar zusammen. Eine ehemalige Verkaeuferin ?
        Ihr verhaermtes Aussehen laesst darauf schliessen. Ich folge ihr
        bis zum Ausgang. Nichts.
        (Verstroemt das Geblaese am Eingang ein Gas ?)

 5.4.   Die Zahlen werden immer hoeher. Ich brauche ein neues Notizbuch.
        Irgendetwas ist im Gange.

 6.4.   Stasi ?!  Ich gehe davon aus. Ich muss Erika warnen. Sie
        kauft hier immer noch arglos ein. Ich schon seit Tagen
        nicht mehr. Alles, was ich bei Karstadt gekauft habe, werfe ich
        weg. Meine Geldreserven sind bald aufgebraucht. Ich gehe nicht
        mehr ins Karstadt-Cafe. Vermutlich ist im Essen eine Droge,
        die einen die Durchsage ueberhoeren laesst.

 8.4.   Heute morgen war ein Reklamezettel von Karstadt in der
        Post. Ohne Absender. Sie wissen also, wo ich wohne. Anzeige ?
        Erika meint, ich sehe Gespenster. Was soll ich tun ?

 9.4.   "Wollen Sie eine Tuete ?" hat mich die Verkaeuferin bei
        meinem  Alibieinkauf gefragt. Sie hatte so etwas Lauerndes
        im Blick. Natuerlich habe ich die Tuete abgelehnt, ich weiss
        genau, was da drin gewesen waere.

 10.4.  Jetzt wird es ernst: Eine junge, gutaussehende Frau bot mir
        englisches Muerbegebaeck an. Angeblich weil "britische Aktionstage"
        bei Karstadt sind. Ging zum Schein darauf ein. Entfernte mich
        rasch und unauffaellig und erbrach alles wieder.
        So leicht kriegen sie mich nicht.

 11.4.  Bei der Durchsage "72, sofort 3e !" lief ich in Panik
        hinaus in die Fussgaengerzone und nach Hause. Wenn man
        meine Anzuggroesse zu meinem Alter addiert, ist das Ergebnis
        "72". Und was soll "3e" bedeuten ?  Natuerlich: Dritter
        Stock, sofort eliminieren !  Es geht los.

 15.4.  Kommissar Boecklin sagte mir heute, dass bei meinem Anschlag
        niemand getoetet wurde. Lediglich in der Elektroabteilung
        entstand groesserer Sachschaden. Der Kommissar trug am
        Revers ein Namensschild. Darauf stand die Nummer 27. Also
        72 von hinten gelesen. Ich bin verloren.
 
 

Msg # ---                        Date: Wed 20/07/94,  4:43  [I]  [E]
Subject: Rotkaeppchen fuer Informatiker
 

    Maerchenstunde fuer Informatiker Rotkaeppchen
 (wie der Informatiker es seinen Kindern erzaehlt)

  Es war einaml ein kleines, suesses Maedchen, das immer ein
Kaeppchen aus rotem Samt trug. Aufgrund dieses Attributes
erhielt es ein Assign unter dem symbolischen Namen Rotkaeppchen.
  Eines Tages sprach die Mutter: "Rotkaeppchen, die Gesundheit
deiner Grossmutter hat einen Interrupt bekommen. Wir muessen ein
Pflegeprogramm entwickeln und zur Grossmutter bringen, um das
Problem zu loesen. Verirre dich jedoch nicht im Wald der alten
Sprachen, sondern gehe nur strukturierte Wege. Nutze dabei
immer eine Hochsprache der vierten Generation, dann geht es
der Grossmutter schnell wieder gut. Und achte darauf, dass dein
Pflegeprogramm transaktioniert ist, damit es die Grossmutter
nicht noch mehr belastet." Da der Weg zur Grossmutter reentrant
war, traf Rotkaeppchen den Wolf. Er tat sehr
benutzerfreundlich, hatte im Background jedoch schon einen
Abbruch programmiert. Waehrend Rotkaeppchen einen Go To ins
Blumenfeld machte, ging der Wolf im Direktzugriff zur
Grossmutter und vereinnahmte sie unverzueglich durch einen
Delete. Ohne zu zoegern gab er sich den Anschein kompatibel zu
sein und nahm die logische Sicht der Grossmutter an. Dann legte
er sich in ihren Speicherplatz.
  Kurz danach lokalisierte auch Rotkaeppchen die Adresse der
Grossmutter und trat in den Speicherraum. Vor der Installation
des Pflegeprogramms machte Rotkaeppchen sicherheitshalber einen
Verify fragte: "Ei Grossmutter, warum hast du so grosse Augen?"
- "Weil ich zufriedene Endbenutzer gesehen habe." "Ei
Grossmutter, warum hast du so grosse Ohren?" - "Damit ich die
Wuensche der User besser verstehen kann." "Ei Grossmutter, warum
hast du so ein entsetzlich grosses Maul?" - "Damit ich dich
besser canceln kann!" Sprach's und nahm das arme Ding als
Input. Nach einem Logoff begab sich der Wolf zur Ruhe, schlief
ein und begann laut zu schnarchen. Als der Jaeger auf seinem
Loop durch den Wald am Haus der Grossmutter vorbeikam, sah er
durch ein Window den Wolf im Bett liegen. "Finde ich dich
hier, du alter Suender", sprach er, "ich habe dich lange
gesucht!" Als Kenner der Szene analysierte er sofort, dass nach
den Regeln der Booleschen Algebra die Grossmutter nur im Bauch
des Wolfes sein konnte. Er nahm sein Messer, teilte den Bauch
des Wolfes in mehrere Sektoren und machte, welch Freude, die
Grossmutter und das Rotkaeppchen wieder zu selbststaendigen
Modulen.
  Als Input fuer den Bauch des Wolfes nahmen sie viele Kilobyte
Steine und beendeten die Operation mit einem Close. Als der
Wolf erwachte, verursachte ihm sein dermassen aufgeblaehter
Hauptspeicher solche Schmerzen, dass er an einer Storage
Violation jaemmerlich zugrunde ging. Da waren alle vergnuegt.
Das Pflegeprogramm aktivierte die Grossmutter. Rotkaeppchen aber
dachte: "Du willst dein Lebtag nie wieder einen Go To machen,
sondern nur noch strukturierte Wege gehen, wie dir's die
Mutter geboten hat."

Gesehen am schwarzen Brett der UNI KOBLENZ
 
 
 

Msg # ---                        Date: Fri 29/07/94, 18:03  [E]
Subject: Rotkaeppchen fuer Juristen
 

Als in unserer Stadt wohnhaft ist eine Minderj„hrige aktenkundig, wel-
che infolge ihrer hierorts blichen Kopfbedeckung gewohnheitsrechtlich
Rotk„ppchen genannt zu werden pflegt.

Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R.  seitens ihrer Mutter ber  das
Verbot  betreffs Verlassens der Waldwege auf Kreisebene  belehrt.  Sie
machte  sich infolge Nichtbeachtung dieser Vorschrift straff„llig  und
begegnete beim šberschreiten des diesbezglichen  Blumenpflckverbotes
einem polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen  Wohnsitz.  Dieser
verlangte  in  unberechtigter Amtsanmaáung Einsichtnahme  in  den  zum
Transport  von Konsumgtern dienenden Korb und traf zwecks  T”tungsab-
sicht die Feststellung,  daá die R.  zu ihrer verwandten und verschw„-
gerten Groámutter eilends war.  Da bei dem Wolfe Verknappungen auf dem
Ern„hrungssektor vorherrschend waren,  beschloá er, bei der Groámutter
der R.  unter Vorlage falscher Papiere vorsprechig zu werden.  Da die-
selbe  wegen Augenleidens krankgeschrieben war,  gelang dem  Wolf  die
diesf„llige T„uschungsabsicht, worauf er unter Verschlingung der Bett-
l„grigen einen strafbaren Mundraub ausfhrte.  Bei der sp„ter eintref-
fenden R.  t„uschte er seine Identit„t mit der Groámutter vor, stellte
der R.  nach und durch Zweitverschlingung derselben seinen T”tungsvor-
satz unter Beweis.  Der sich auf einem Dienstgang befindliche  F”rster
B.  vernahm  verd„chtige Schnarchger„usche und stellt  deren  Urheber-
schaft  seitens  des Wolfsmaules fest.  Er reichte bei  seiner  vorge-
setzten  Dienststelle ein T”tungsgesuch ein,  welches  zuschl„gig  be-
schieden wurde.  Daraufhin gab er einen Schuá ab auf den Wolf.  Dieser
wurde nach Infangnahme der Kugel ablebig.  Die Beinhaltung des Get”te-
ten  weckte  in  dem Schuáabgeber  die  Vermutung,  daá  der  Leichnam
Personen  beinhalte.  Zwecks diesbezglicher Feststellung  ”ffnete  er
unter  Zuhilfenahme  eines Messers den Kadaver zur  Einsichtnahme  und
stieá hierbei auf die noch lebende R.  nebst Groámutter. Durch die un-
verhoffte Wiederbelebung bem„chtigte sich der beiden Personen ein  ge-
steigertes, amtlich nicht zul„ssiges Lebensgefhl.

Der Vorfall wurde den Gebrdern Grimm zu Protokoll gegeben.

QUELLE: Gabler Verlag, RENO 11/1984
 

Msg # ---                        Date: Mon  1/08/94, 23:09  [I]  [E]
Subject: Substanz Frau

                INFORMATIONSSYSTEME
          ARBEITSPLATZ-GEFAHRENSTOFFE
                                   ISAG

                    MATERIAL-SICHERHEITS-DATENBLATT
 
 

          WEIB -   EINE CHEMISCHE GEFAHR !!
 
 

         ELEMENT:  WEIB  (engl. WOMAN)

          SYMBOL:  WO2

       ENTDECKER:  Adam. Datum unbekannt

ATOMARES GEWICHT:  Normal 118 Pfund, Isotope mit abweichendem Gewicht
                   von 100 bis 550 Pfund sind bekannt.

       VORKOMMEN:  Reichliche Mengen in allen staedtischen Gegenden

PHYSIKALISCHE EIGENSCHAFTEN:
 1. Oberflaeche gewoehnlicherweise mit farbigem Film ueberzogen
 2. Kocht ohne aeussere Einwirkung. Friert ohne Grund
 3. Schmilzt bei besonderer Behandlung
 4. Vorgefunden in verschiedenen Zustaenden, vom jungfraeulichen Metall
    bis hin zum gewoehnlichen Erz

CHEMISCHE EIGENSCHAFTEN:
 1. Hat grosse Affinitaet fuer Gold, Silber, Platin und Edelsteine
 2. Absorbiert grosse Mengen von teuren Substanzen
 3. Kann spontan ohne Warnung und ohne bekannten Grund explodieren
 4. Unloeslich in Fluessigkeiten, aber Aktivitaet steigt exponentiell
    mit der Saettigung in Alkohol
 5. Das am wirkungsvollsten geldreduzierende Mittel das dem Mann
    bekannt ist

GEWOEHNLICHE VERWENDUNG:
 1. stark zierend, besonders in Sportwagen
 2. Kann fuer die Entspannung eine grosse Hilfe sein

TESTS:
 1. Echte Spezies werden rot, wenn sie im natuerlichen Zustand entdeckt
    werden
 2. Wird gruen, wenn hinter eine bessere Spezies gestellt

GEFAEHRLICHKEIT:
 1. Sehr gefaehrlich, wenn nicht in sehr erfahrenen Haenden
 2. Illegal, mehr als eine zu besitzen, obgleich wuenschenswert
 
 
 

Msg # ---                        Date: Fri 12/08/94, 20:46  [I]  [E]

Capt. Log Stardate 80986 -ER

Seit Tagen versuchen die Mannschaft und ich, mit unserem neuen
Flagschiff, der MS-DOSE 80986 sinnvoll und verstaendlich zu
manoevrieren.

Scotty, gib mir vollen Schub auf die Megabit RAM-Chips und die
80-er Platte.

Captain, wir ueberladen sie, wenn wir so weiter machen kann
ich fuer nichts garantieren.

Speicherplatz, Scotty, ich will mehr Platz ! Chekov, installiere
die RAM-Disk. Spock, irgendwas ueber die Millionen Instruktionen
in der Sekunde ?

Faszinierend, Captain, es sieht so aus, als ob die Turbokarte
die Festplatte ueberholt. Daraus resultiert die langsame
Systemperformance. Faszinierend !

Scotty, wo bleibt der Speicherplatz ?

Captain, ich habe ihr alles gegeben was drin ist. Schuld ist
dieser verflixte 80986 Prozessor mit seinem verfluchten 512
Bit Ein-Pin-Bus. Wir koennen notfalls noch ein Expansion Memory
Board installieren, aber ich weiss nicht ob das funktioniert.

Chekov, installieren sie das Board !
Ja, Sir !

Uhura, irgendwas von der DOS Ebene ?

Also Captain, ich habe da einige Interrupts vom seriellen Port,
aber wir haben kein Multitasking, die Daten sitzen da nur rum.

Scotty, wie lange brauchen wir noch, um logisch mit DOS arbeiten
zu koennen ?

Captain, wenn sie noch weitere 80 MB auf diese verflixte Platte
geben koennten, koennten wir vielleicht eine Installation erfolgreich
abschliessen. Und ausserdem muessen wir den Takt auf 33 Gigahertz
erhoehen. Ich glaube, so koennte es klappen, wenn uns die Waitstates
keinen Strich durch die Rechnung machen.

Spock ?

MS-DOS ist ein massives System, Captain, und die Kommandos muessen
erst entschluesselt werden. Das koennte unsere geistigen
Moeglichkeiten uebersteigen.

Sulu, bau die 80-er Platte ein. Installiere DOS fuer Maus-Betrieb.

Maus-Betrieb ? ... ... Aye Captain.

Captain, jetzt koennen sie ein bisschen spielen und Briefkoepfe
erstellen, meinen sie nicht, sie uebertreiben ein wenig ?

Sulu ?

Captain, sie driftet ins Multitasking. Task eins, Task zwei ... ...

Captain, ich verliere die Kontrolle, sieht so aus, als haetten
wir einen Bad-Sector.

Auf den Schirm, Sulu !

Captain, VGA reagiert nicht. Stelle auf EGA Mode.

Spock, haben sie eine Erklaerung ?

Negativ Captain. MS-DOS scheint alle Eingaben in ein Null-Device
weiter zu leiten. Ich versuche mein Moeglichstes.

Scotty, was passiert mit den Unterdirectories ?

Captain, sie nimmt nichts mehr auf ... noch weitere 20 Seks und
die Mathe-Chips brenne durch.

Scotty, wir arbeiten gar nicht mit Mathe-Chips.

Entschuldigung, Captain, aber ich war die letzten 20 Mins nicht in
der Lage sie davon zu unterrichten.

Uhura, stellen sie eine Verbindung zu MS-DOS her !

Captain, alle Ausgaben brechen vor Beendugung ab, oder wechseln
in den Stotter-Modus.

Captain, sie kann nicht mehr verkraften, noch 20 Seks und die
Mathe-Chips brennen durch.

Genug jetzt, Scotty !

Captain, ich bekomme gerade eine Nachricht von der DOS Schnittstelle
rein ... ... die wartenden Daten gehen auf Warp 7, sieht so aus, als
ob sich eine Art SQL Syntax im Sprachenhandler formt.

Scotty, schnell, fahr die Menu-Fenster hoch, das koennte ein Trick
sein, um uns auf DOS-Ebene zu halten.

Tut mir leid, Captain, aber DBase hat keine Fenster, die zur Zeit
arbeiten.

Chekov, wir brauchen eine Hardcopy, feuer den HP Laserjet ab.

Aye, Sir.

Verdammt, wie kann ich sehen, welcher Task gerade aktiv ist ?

Was soll das, Jim, ich bin der Doktor und nicht die Command-Shell.

Scotty, warum bekommen wir kein Directory auf diesem Ding ?

Captain, sie koennen kein mausgesteuertes Pull-Down-Menu auf einem
MS-DOS "Rechner" haben. Das System ist zu veraltet. Sie zerstoeren
nur seine Kristalle.

Chekov, Meldung !

Captain, der kleine Pfeil ist vorhanden, er haengt aber immer auf
einer Seite des Schirms, ich sehe keine Chance ihn zu bewegen.

Spock, was ist mit unserem Multitasking ?

Das Wohl eines einzelnen Task ist wichtiger, als das Wohl von vielen.

Captain, sie laeuft jetzt schon auf Reserve, wir muessen einen
Kaltstart durchfuehren.

Reboot, Scotty !

Geht nicht, wir haben das CMOS verloren.

Installieren sie von Floppy-Backup.

Das geht auch nicht, Captain, ueberhoehte Magnetstrahlung vom Netzteil
hat unser Backup geloescht.

Pille ?

Sie ist tot, Jim !
 
 

Msg # ---                        Date: Mon 15/08/94,  1:07  [I]  [E]

Subject: Kartoffeln
 

*Eine Rechenaufgabe im Spiegel der Schulentwicklung*

*Volksschule 1950*

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln fuer 20 Mark. Die Energiekosten
betragen 4/5 des Erloeses. Wie hoch war der Gewinn?

*Realschule 1960*

Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln fuer 20 Mark. Die Erzeugerkosten
betragen 16 Mark. Berechne den Gewinn!

*Gymnasium 1970*

Ein Bauer verkauft eine Menge Kartoffeln (K) fuer eine Menge Geld (G). G
hat die Maechtigkeit 20. Fuer die Elemente g aus G gilt: g ist 1 Mark. In
Strichmengen muesstest Du fuer die Menge G "zwanzig" (////////////////////
) Strichlein machen, fuer jedes Element eines. Die Menge der
Erzeugerkosten (E) ist um "vier" (////) Strichlein weniger maechtig als
die Menge G, zeichne bitte das Bild der Menge E als Teilmenge der Menge G
und gib die Loesungsmenge (L) an fuer die Frage: "Wie maechtig ist die
Gewinnmenge?"

*Integrierte Gesamtschule 1990*

Eine BauerIn verkauft einen Sack Kartoffeln fuer 20 Mark. Die
ErzeugerInnenkosten betragen 16 Mark. Der Gewinn betraegt 4 Mark.
AUFGABE: Unterstreiche bitte das Wort "Kartoffeln" und diskutiere mit
Deiner NachbarIn darueber!

*weiter reformierte schule 1999*

eine kapitalistisch-privilegierter bauerIn bereicherd sich one
rechtfaertigunk an einen sak kartofeln um 4 marck. untersuche bite den
tekst auf inhaldische unt gramatische ortogravische und
zeichensaetzunksfeler, korigire bite die aufgabenstaelung und
demonstriehre gegen die loesunk.

*2010*

aes giept keine kartofln maer.
 
 

Msg # ---                        Date: Sun 28/08/94, 20:32  [I]  [E]

Wegen Systemaufruestung habe ich ein paar Sachen ueber,
die neuen,stolzen Besitzer suchen ;-)) :
 

  1.   Waitstate, guter Zustand, nur in Read-Cyclen gebraucht,
       laesst sich aber auch fuer Write-Cycle umbauen.

  2.   Bugs fuer FrontDoor V1.99c u.2.02, oft gebraucht, sehr zuverlaessig.

  3.   Adressbusleitung, frei konfigurierbar von A0 bis A31, reines Kupfer.

  4.   Bits, herrenlos. Vermutlich aus FidoNet-Message-Header. Gefunden
       im Verzeichnis "Bad Mails". Absender unbekannt. Wiederaufladbar.

  5.   Flames, ungebraucht, Beta-Versionen. In allen EchoMail-Areas zu
       verwenden. Garantierter Erfolg. Uebernehme keine Verantwortung.
 

    Ferner etwas Hardware :

         - Tintenstrahldrucker mit 4000 Duesen ( 356 Duesen
           mit neuen Nadeln versehen)

         - Jede Menge Disketten 35 Zoll

         - Klappbett-Scanner,leich reperaturbeduerftig
           (Gehaeuse fehlt)

         - 17 Aufbewahrungsboxen fuer je 80 Servietten

         - Disk-o-Speed,zum Einbau in Floppy (beschleunigt
           das oeffnen der Diskverschlussklappe ums 10fache)

         - fuer Elektronikfreaks habe ich noch Kondensator-
           platten zum selberrollen (fuer MP-Kondensatoren,
           Kapazitaet etwa drei Farad)

         - noch originalverpackt : eine Leuchtdiode (braun)
 

    Ausserdem etwas Software :

         - PROVIRUS 7.0 , alle bekannten Viren werden nun schon
           beim booten gestartet (inkl. Michelangelo light)

         - Telefon 1.2 (liest ihnen das Telefonbuch vor)

         - AMEISE 3.0 , Konfigurations-Util - Abkuerzung fuer :
           Alle Modifikationen Erst Im September Einstellen
 
 
 

Msg # ---                        Date: Fri  2/09/94, 18:20  [I]  [E]

Subject: Cybersex

            TELEDILDONIK: Die totale Erotik

Das erste  funktionstuechtige Teledildoniksystem  wird aller Wahr-
scheinlichkeit nach  kein Fickapparat  sein. Man  wird nicht  etwa
erotische Telepraesenztechniken einsetzten, um sexuell mit Maschi-
nen verkehren  zu koennen.  In zwanzig  Jahren etwa, wenn tragbare
Teledildos gaengig  sein werden, wird man mit ihrer Hilfe sexuelle
Fernerfahrungen mit  anderen Menschen machen, und zwar in Kombina-
tionen und Konfigurationen, von denen praekybernetische Luestlinge
heute noch  nicht zu traeumen wagen. Durch die Synthese von Virtu-
ell-Reality-Techniken und  Telekommunikationsnetzen wird man einen
anderen Menschen  - oder  eine ganze Bevoelkerung - in bislang nie
erlebten Formen beruehren und betasten koennen.
Dildonik - das musste kommen. Sie ist die unnatuerliche Frucht der
Vermaehlung von Erotik und Technik. Das Wort "Dildonik" wurde 1974
von dem  visionaeren Computerpapst  Ted Nelson gepraegt. Ted kennt
man am  ehesten als  Erfinder von  Hypertext und  als Designer des
aeltesten unfertigen Software-Projektes der Welt mit dem passenden
Namen "Xanadu".  In der  urspruenglichen Konzeption  beschrieb  es
eine Maschine,  die der  Hardware-Hacker How  Wachspress  aus  San
Francisco erfunden  hat: ein  Geraet, das  Schall in taktille Ein-
druecke umwandeln  kann. Die  erogene Wirkung  haengt davon ab, an
welcher Stelle  der Benutzer seinen Koerper an den taktilen Stimu-
lator anschliessen  will. Stellt  euch vor,  es ist  zwanzig Jahre
spaeter und  ihr macht euch fuer eine heisse Nacht auf dem Virtua-
lienmarkt zurecht. Bevor ihr in eine gut gepolsterte Kammer steigt
und eure  Bildschirmbrille aufsetzt, schluepft ihr in einen leich-
ten -  und irgendwann hoffentlich durchsichtigen - Anzug, eine Art
von eng anliegendem Ganzkoerperstrumpf mit dem intimen Gefuehl ei-
nes Kondoms.  In die  Innenseite des  Anzugs sind  mit einer  noch
nicht existierenden  Technik Unmengen von intelligenten Effektoren
eingearbeitet. Diese  Effektoren sind  winzigste Vibratoren unter-
schiedlichster Haertegrade,  Hunderte in  jedem Quadratzentimeter,
die ein  realistisches Gefuehl  taktiler Gegenwart  empfangen  und
vermitteln koennen,  ganz wie Bild- und Ton-Displays ein realisti-
sches Gefuehl  visueller und akustischer Gegenwart vermitteln. Man
kann einen virtuellen Bauklotz in seine virtuelle Hand nehmen, mit
den Fingern  darueberfahren und  mittels  Effektoren,  die  Gegen-
kraefte auf  die Haut ausueben, die Oberflaechen und Kannten fueh-
len. Die  Gegenkraefte entsprechen  den Kraeften, mit denen man es
zu tun  haette, wenn man einen nichtvirtuellen Gegenstand entspre-
chender Form, Schwere und Textur anfassen wuerde. Man kann mit der
Wange ueber  (virtuelle) Seide fahren und den Unterschied fuehlen,
wenn man an (virtuelles) menschliches Fleisch kommt. Oder man kann
etwas Weiches  und Schmiegsames sanft druecken und spueren, wie es
unter der  Beruehrung steif  und prall  wird. Nun stellt euch vor,
dass ihr  euer ganzes  Telepraesenzsystem (Gehoer-,  Gesichts- und
Tastsinn) an  das Telefonnetz  anschliesst. Ihr  seht eine lebens-
echte, aber  voellig kuenstliche virtuelle Darstellung eures eige-
nen Koerpers  und des  Koerpers eures  Partners. Je nachdem, wohin
ihr euch  wendet und  wo ihr  zugelassen werdet und was ihr dafuer
ausgeben (oder  eintauschen) moechtet,  koennt ihr in diversen Cy-
berspaces, die nur eine Telefonnummer weit weg sind, einen Partner
finden, ein  Dutzend, tausend.  Der oder  die Partner koennen sich
selbstaendig  im   Cyberspace  bewegen,   und  ihre  Darstellungen
("Puppen") koennen  einander anfassen,  auch wenn  die  physischen
Koerper sich auf verschiedenen Kontinenten befinden.
Jede Vertiefung  und jede  Woelbung, jede  Flaeche, jedes Teil und
jeder Hoecker der Koerperoberflaeche braucht einen eigenen Prozes-
sor. Technisch  ist das  der begrenzende Faktor bei der Ausgestal-
tung der Teledildonik: die Entwicklung ausserordentlich leistungs-
starker Computer zur Ausfuehrung der immens vielen Rechnungen, die
noetig sind,  um Hunderttausende  von Sensoren  und Effektoren  zu
ueberwachen und  zu steuern.  Glasfasernetze koennen  bereits  die
sehr grosse  Bandbreite bewaeltigen,  die die  Telepraesenz erfor-
dert. Aber  es kann  Jahrzehnte daueren, das feine Netzwerk winzi-
ger, extrem schneller, sicherer und doch leistungsstarker taktiler
Effektoren zu  erarbeiten. Die  heutigen Vibratoren sind quasi auf
dem ENIAC-Stand.
[...]  Eine   sachlich  formale  Beschreibung  der  Technik  waere
"taktile Telepraesenz",  und sie ist mehr als das Glitzern im Auge
eines geilen  Hardware-Hackers. [...]  Teledildonik ist unvermeid-
lich, wenn  man sich das Tempo des Fortschritts in den sie ermoeg-
lichendenden Techniken anschaut (intelligente Legierungen, Glasfa-
ser, Supercomputer).  Wenn Fern-Sex  einmal moeglich  wird, werden
dadurch ungeheure, vom Markt getriebene Kraefte entfesselt. Fragen
wie Moral,  Privatsphaere, persoenliche Identitaet, ja die Defini-
tion des  Erotischen selbst  werden von  Angebot und Nachfrage be-
stimmt werden.
Wenn jeder  so schoen  aussehen, sich so sexy anhoeren und sich so
begehrenswert und  liebenswert fuehlen  kann wie jeder andere, was
wird dann noch erotische Bedeutung haben?
Wenn man  mit einem  anderen Menschen  sexuelle Kitzel  oder tiefe
koerperliche Vereinigung  erleben kann,  ohne mit  Schwangerschaft
oder Geschlechtskrankheiten  rechnen zu muessen, was wird dann aus
der herkoemmlichen Moral?
[...] Wir stehen offensichtlich auf der Schwelle zu einer komplet-
ten neuen Semiotik des Sexualverhaltens.
[...]
 
 
 

Msg # ---                        Date: Sat 10/09/94, 20:08  [I]  [E]

Subject: Himmelblau

weil bereits einige falsche Antworten bezueglich des Himmelsblaus gegeben
wurden, aber auch eine richtige, die offensichtlich nicht ganz verstanden
wurde (Streuung), unternehme ich hier den Versuch einer hoffentlich gut
verstaendlichen Erklaerung:

Sonnenlicht trifft auf Molekuele der Erdatmosphaere. Durch die Lichtenergie
gelangen Elektronen auf naehere Umlaufbahnen der Molekuelatome. Diese
Bahnen
werden aber nicht gehalten. Vielmehr nehmen die Elektronen wieder ihre
urspruenglichen Umlaufbahnen ein und geben dabei die gleiche Energie, die
sie vom Licht erhalten haben, in Form von Strahlung wieder ab. Dabei
aendert
sich die Wellenlaenge des abgestrahlten Lichts also nicht; es behaelt
seine Farbe bei. Wichtig ist jedoch, dass die Richtung, in der die
Strahlung
abgegeben wird, beliebig ist. Auf diese Weise wird das Licht gestreut.

Warum ist der Himmel nun blau? Das energiereichere, kurzwellige blaue
Licht wird viel staerker als energieaermeres, laengerwelliges gestreut.
Und zwar ist die Intensitaet der Streuung zur vierten Potenz der Frequenz
proportional. Weil blaues Licht etwa die doppelte Frequenz von rotem hat,
wird es 2^4-mal, also 16-mal so stark gestreut. Das ist ein erheblicher
Unterschied und infolgedessen erscheint der Himmel blau. Die Sonne sieht
deshalb auch nicht weiss, sondern gelblich aus, denn ihr wurde durch
Streuung blaues Licht "entzogen".

Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang die Groesse der Luftmolekuele, die
kleiner als die Wellenlaenge des Lichts sind. Wolken erscheinen weiss, weil
sie aus Wassertropfen bestehen, die groesser als die Wellenlaenge des
Lichts
sind. Deshalb streuen Wolken alle Farben gleichmaessig und erscheinen daher
weiss, allenfalls grau oder schwarz.

Die Abendsonne erscheint rot, weil ihr dann Licht einen laengeren Weg als
nachmittags durch die Atmosphaere zuruecklegt. Dabei wird mehr blaues
Licht gestreut - schliesslich geht es ja durch mehr Luft. Weil nun dem
Licht viel Blauanteil entzogen wurde, ueberwiegt der Rotanteil und die
Sonne erscheint rot.
 

Msg # ---                        Date: Sun 11/09/94, 17:30  [I]  [E]

Subject: Wettrudern :)
 

                              Wettrudern

Vor langer Zeit verabredeten die Deutsche Industrie und die Japaner ein
Wettrudern ber 1.000 Meter, mit einem Achter. Das Rennen sollte auf der
Elbe ausgetragen werden. Beide Mannschaften trainierten lange und hart, um
ihre gr”áte Leistungsf„higkeit zu erreichen.
Als der groáe Tag des Wettkampfes endlich da war, waren beide Mannschaften
topfit. Die Japaner gewannen jedoch klar mit 400 Metern Vorsprung. Nach
dieser Niederlage war das deutsche Team sehr niedergeschlagen und die Moral
auf dem Tiefpunkt.
Man entschied, dab der Grund fr diese Niederlage unbedingt herausgefunden
werden muáte. Ein Projektteam wurde eingesetzt, um das Problem zu
untersuchen und geeignete Maánahmen zur Abstellung des Mangels zu finden.

Die Untersuchung ergab folgendes:
            - bei den Japanern ruderten 8 Leute und 1 Mann steuerte
            - Im deutschen Team ruderte ein Mann und 8 Leute steuerten

Man engagierte sofort eine Beraterfirma, um eine Studie ber die Struktur
des deutschen Teams anfertigen zu lassen. Nach Kosten in Millionenh”he und
einigen Monaten Auswertung kamen die Berater zu folgendem Schluá:

            - Es steuern zu viele Leute und rudern zu wenige

Um eine erneute Niederlage gegen die Japaner im n„chsten Jahr zu
verhindern, wurde die Teamstruktur ge„ndert. Es gab jetzt:

            - 4 Steuerleute, 3 Obersteuerleute, 1 Steuerdirektor und einen
              Ruderer
            - Es wurde ein Leistungssystem eingefhrt, um den Mann,
der                      das Boot rudern sollte mehr Ansporn zu geben, sich
              noch mehr anzustrengen und ein Leistungstr„ger zu werden.

Das Rennen ber 1.000 Meter im folgenden Jahr gewannen die Japaner
berlegen mit 800 Metern Vorsprung auf das deutsche Team. Man zog daraus
sofort die notwendigen Konsequenzen:

Man entlieá den Ruderer wegen schlechter Leistung, verkaufte die Ruder,
stoppte alle Investitionen in neues Ger„t und die Entwicklung eines neuen
Bootes. Die Steuerleute, Obersteuerleute und der Steuerdirektor erhielten
Prokura in neuen, erweiterten Aufgabengebieten, sowie Sondergratifikationen
fr die auáergew”hnlichen Leistungen ausserhalb ihres Aufgabenbereiches.
Der Beraterfirma wurde eine lobende Anerkennung fr ihre Arbeit
ausgesprochen. Das eingesparte Geld wurde an das obere Management
ausgeschttet.

Ein inzwischen eingereichter Verbesserungsvorschlag des Ruderers, das Boot
mit 8 Ruderern und einem Steuermann zu besetzen wurde abgelehnt.
Begrndung: Das Boot konne dadurch zwar schneller bewegt werden, jedoch
fehlt das richtungsweisende Management  der Steuerleute, wodurch das
Eintreffen des Bootes am Ziel als unwahrscheinlich gilt.
-
-
 

Msg # ---                        Date: Wed 21/06/95, 19:40  [I]  [E]

Subject: Endlich ! BIBEL!, die neue Version

                                                           Anzeugung
                        Jetzt neu auf 2 CD's:
                           *Die Bibel 2.0*
Nachdem treue Anhaenger jetzt seit zweitausend Jahren auf ein Update
warten, gibt es endlich eine neue Version der Bibel. Die Erweiterungen
sind derartig umfangreich, dass wir einen ,Sprung vor dem Komma" fuer mehr
als nur gerechtfertigt halten.
Die neuen Features im einzelnen:
* Anzahl der Gebote von 10 erweitert auf 15 interne und 5 vom Benutzer
  definierbare.
* 3.Teil: Das ,Brandneue Testament". Mit Erweiterung ,Das irre coole
  Testament fuer Kids!" mit Autogrammadressen von z.B. Gott, Jesus,
  Maria.
* Statt einer jetzt bis zu zehn Gottheiten moeglich! Auch weibliche
  Goetter! "Gott Construction Kit" wird mitgeliefert!
* Ausfuehliche Bebilderung fuer Einsteiger. Durch den Hypertext fuehrt
  "Herody, die happy Hostie"
* Sex vor der Ehe: Jetzt erlaubt!
* Homosexualitaet: Jetzt erlaubt!
* Analverkehr: Statt Todsuende jetzt einfaches Vergehen (5 DM Strafe)!
* Binaerer Himmel/Hoelle Switch jetzt erweitert um - Disneyland - Mallorca
  Billstedt - Kampfstern Galactica Auswahl durch Fuzzy Logic oder per
  Zufall!
* Sintflut-Option ergaenzt durch: - Erdbeben - Alienattacke von Andromeda
  VI - Atom-GAU - Spinat
* Goettliche Vermehrung von Jungfrauengeburt erweitert auf den neuesten
  Stand der Gentechnik!
* Statt zwangslaeufiger Kreuzigung jetzt wahlweise - Finaler
  Rettungsschuss - Autounfall - Suizid -Laut Bundesgesundheitsamt voellig
  ungefaehrliche Lebensmittelfarben
* Vollversionen jetzt mit jeder Menge Rechtfertigungen fuer religioesen
  Fanatismus! Gewissenbisse und logisches Denken voll abschaltbar!
* Fuer ,HERR" jetzt statt simpler Grossschrift volle ANSI-Unterstuetzung:
  Farbe, Invers, Blinkend.
* WYSIIB : "What You See: Ignore It. Believe!"

Bei allen Erweiterungen wurden selbstverstaendlich die bekannten und
beliebten Intoleranzen, Unterdrueckungsmechanismen und Ungereimtheiten aus
Bibel 1.0 voll uebernommen. Dabei werden alle Ausgrenzungen jetzt voll
intuitiv unterstuetzt.
Per Klick Scharen Andersdenkender vertilgen:
Das geht nur mit Bibel 2.0.
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Msg # ---                        Date: Sat  4/11/95, 17:24  [I]  [E]

Subject: Kuehlschrankprinzip

 SM> Kann mir mal jemand erklaeren wie ein Kuehlschrank in seiner
 SM> Funktionsweise arbeitet ?
Ein 08/15-Kuehlschrank komprimiert ein Gas. Dabei "entsteht" aus
thermodynamischen Gruenden Waerme (merkt man z.B. auch an der
Fahrradluftpumpe, die wird bei intensiver Benutzung vorn warm).

Diese Waerme wird nun, an der Rueckseite des Kuehlschrankes, abgegeben. Das
komprimierte Gas durchlauft dann eine Drosselstelle, und expandiert
aufgrund der
Druckreduktion. Dabei nimmt es aus der Umgebung genau die Energie auf, die
es zuvor an der Rueckwand des Kuehlschrankes abgegeben hatte. Die Umgebung,
in der dies passiert, wird durch diesen Energieentzug gekuehlt.

Dies zu beobachten ist schwieriger, manchmal sieht man Reif- oder
Eisbildungen an Schalldaempfern von pneumatischen Anlagen.

 SM> Wie sieht das Reglungstechnisch aus ?
Die Regelungstechnik ist keine nenneswerte; ein normaler
hysteresebehafteter Temperaturschalter sorgt fuer eine klassische
Zweipunkt- Regelung: wenn eine bestimmte Temperatur am Fuehler
ueberschritten wird, laeuft der Kompressor an, und sorgt fuer
Energietransport aus dem Inneren des Schrankes nach aussen, also fuer
Abkuehlung des Schrankinneren. Wenn eine bestimmte Abschalttemperatur (die
ein paar Grad von dem Einschaltpunkt entfernt liegt) unterschritten wird,
schaltet der Kompressor wieder ab. Die Differenz zwischen diesen beiden
Punkten ist normalerweise im Schalter baulich bedingt, die Einschalt-
Temperatur laesst sich am Schalter einstellen (das ist die bekannte
Temperatureinstellung).
 

 SM> Wie entsteht aus Waerme ploetzlich Kaelte ?
Wenn man ein Gas in einen Raum einschliesst, hat man, zusammen mit dem Gas,
eine
gewisse Menge an (Waerme-) Energie eingefangen. Reduziert man nun das
Volumen, auf dem sich das Gas befindet, so reduziert man auch den Raum, auf
die sich die Energie verteilt, die Energiemenge selbst bleibt jedoch
erstmal gleich. Wenn sich aber die Energie pro Volumen erhoeht, heisst das
nichts anderes, als dass sich die Temperatur erhoeht. Das Gas hat also eine
Temperatur, die groesser ist als die Raumtemperatur (siehe auch
Selbstzuendermotore / "Dieselmotor"). Diese Differenz wird nun abgebaut,
weil das "heisse" Gas die Waermeenergie an die Umgebung abgibt
(Strahlungswaerme / Konvektion). Im Endeffekt hat das Gas also wieder
Raumtemperatur.

Wenn dieses Gas wieder expandiert, nimmt es wieder das groessere Volumen
ein, aber es hat ja einen Teil seiner Energie abgegeben, und somit muss
seine Temperatur nun unter der Raumtemperatur liegen. Nun wiederum nimmt
das Gas genau
die Energiemenge auf, die es zuvor abgegeben hat. Wenn man die Bereiche, in
denen das Gas Waerme abgibt, und jene, in denen es welche aufnimmt,
mechanisch voneinander trennt, kann man Energie entgegen einem
Temperaturgefaelle transportieren. Man hat, je nach Einbauart, einen
Kuehlschrank, oder eine Waermepumpe.

Allerdings kostet dieser Energietransport wiederum selbst Energie, denn der
Kompressor muss ja betrieben werden. Letzteres ist rechtens wichtig
anzumerken, denn waere dies nicht so, wuerde ein Kuelschrank oder eine
Waermepumpe eine Verletzung des Entropiesatzes bedeuten, die viele
Thermodynamiker sehr ungluecklich machen wuerde ;-))))
 

In praktischen Kuehlschraenken komprimiert man das Gas bis zur
Verfluessigung, da man dann zusaetzlich die Verdunstungsenergie mitnutzen
kann, und somit einen groesseren Energieuebertrag erreicht. Die verwendeten
Gase muessen spezielle Eigenschaften besitzen, um technisch sinnvoll
eingesetzt werden zu koennen (passender Siedepunkt, Verfluessigungsdruck
bei Raumtemperatur,...).
 
 

Wen die genaue Funktion interessiert, der sei auf die Stichworte
"Kaeltemaschine" und "zweiter Hauptsatz der Thermodynamik" verwiesen; auch
der Begriff der "Carnotschen Kreisprozesse" ist in diesem Zusammenhang
nicht uninteressant, wuerde hier aber wohl zu weit vom eigentlichen Thema
der Area abschweifen.
 

 SM> Was bewirkt das Bi-Metall im Kuehlaggregat ?
Welches Bi-Metall?
Mir fallen spontan zwei Einsatzbereiche von Bi-Metallen im Kuehlschrank
ein, einmal im Temperaturschalter, und andererseits im Motor-Anlasser-
Relais (Uebertemperaturabschaltung). Da Du schreibst "im Kuehlaggregat",
nehme ich an, Du meinst das Kastchen, was meist an dem Kompressor
angeflanscht ist?

Dieses Kaestchen beinhaltet eine Anlasser-Schaltung fuer den Motor des
Kompressors; der Motor besteht aus zwei Wicklungen, einmal der normalen
Statorwicklung, und einer Hilfswicklung, die zum Anlauf benoetigt wird.
Diese Hilfswicklung wird beim Start des Kompressors kurz mit eingeschaltet,
bis der Motor sauber laeuft, dann wird sie wieder getrennt; aber dies nur
am Rande, denn das Bi-Metall ist in einem solchen Geraet dazu da, den Motor
bei Anlauf-Problemen oder anderweitiger Ueberlastung vor Zerstoerung zu
schuetzen. Es ist eine Art Sicherungsautomat.

(Prinzipiell denkbar waere auch, die Hilfswicklung ueber Bi-Metall-Schalter
abzuschalten, aber diese Schaltungsart ist mir praktisch noch nicht
untergekommen.)
 

 SM> Was hat es mit dem FCKW auf sich ?
FCKW ist die Abkuerzung fuer "Fluor-Chlor-KohlenWasserstoff". Wie oben
schon erwaehnt, muessen die verwendeten Gase gewisse physikalische
Parameter mitbringen, um sinnvoll eingesetzt werden zu koennen. In der
Gruppe der FCKWs hat man solche Gase gefunden. Sie wurden bevorzugt
eingesetzt, weil sie keine akute Gefahr im Fall eines Fehlers
(Undichtigkeiten) bedeuten.

Auch in den Isolationsstoffen wurden FCKWs wegen ihrer primaer unkritischen
Handhabung eingesetzt.

Mittlerweile werden diese Gase kritischer gesehen, und nach Moeglichkeit
umgangen.
 

Msg # ---                        Date: Mon 15/01/96,  7:21  [I]  [E]

Subject: Eine Schmusegeschichte...
 

Aus "Die Farben der Wirklichkeit" - Ein Maerchenbuch -
(Lucy Koerner Verlag)
 

Die Schmusegeschichte...

Vor langer Zeit lebten die Menschen auf dieser Welt noch zufriedener
und gluecklicher als heute. Jedem wurde damals bei der Geburt ein
kleiner und warmer Sack mit auf den Lebensweg gegeben. In diesem Sack
befanden sich unzaehlige warme Schmuser, die jeder seinen Mitmenschen
verschenken konnte, wann es ihm beliebte. Die Nachfrage nach diesen
Schmusern war gross, denn wer einen geschenkt bekam, fuehlte sich am
ganzen Koerper wohlig warm und liebkost. Wenn einer ausnahmsweise
einmal zuwenig Schmuser geschenkt bekam, lief er Gefahr, sich eine
schlimme Krankheit einzuhandeln, die zu Verschrumpelung, Verhaertung
und gar zum Tode fuehren konnte.
   Aber zum Glueck war es damals leicht, Schmuser zu bekommen. Immer,
wenn einem danach war, konnte man auf einen anderen zugehen und um
einen Schmuser bitten. Der andere holte selbstverstaendlich einen aus
seinem
Sack, und sobald man sich diesen Schmuser zum Beispiel auf die
Schulter gelegt hatte, fuehlte man sich wohl und bekam ein rundum
gutes Gefuehl. Die Menschen erbaten sich oft Schmuser voneinander,
und da sie auch freigiebig verteilt wurden, war es kein Problem,
genuegend davon zu
bekommen. Alle Menschen fuehlten sich die meiste Zeit wohl, gluecklich
und liebgehabt, bis eines Tages eine Hexe darueber sehr boese wurde.
Sie hatte naemlich einen grossen Vorrat an Tinkturen und Salben fuer
diejenigen, die tatsaechlich einmal krank wurden, doch brauchte kaum
jemand ihre Mittel. Sie begann deshalb den Menschen einzureden, dass
ihnen die Schmuser bald ausgehen werden, wenn sie weiter so freigiebig
damit sind. Und die Menschen glaubten ihr seltsamerweise.
   Sie fingen an, ueber ihre Schmuser zu wachen und nicht mehr so
grosszuegig damit umzugehen. Viele beobachteten neidisch ihre
Mitmenschen, wenn diese anderen einmal einen Schmuser schenkten,
wurden oft boese und machten ihnen Vorwuerfe. Diese wollten ja ihren
Eltern, Kindern und Partnern nicht wehtun und bemuehten sich, anderen
keine Schmuser mehr zukommen zu lassen. Die Kinder lernten das schnell
von ihren Eltern: sie merkten, dass es scheinbar falsch ist, seine
Schmuser all denen zu  verschenken, die danach Lust hatten.
   Obwohl immer noch jeder in seinem Sack genuegend Schmuser fand,
holten die Menschen immer seltener einen hervor. Die Folgen waren
schrecklich: immer weniger Menschen erhielten die Schmuser, die sie
brauchten; immer mehr fuehlten sich nicht mehr warm, gluecklich und
liebkost. Viele wurden krank und einige starben gar an Schmusermangel.
Die Hexe konnte jetzt viele Arzneien verkaufen, merkte aber bald, dass
sie gar nicht zu helfen schienen.
   Natuerlich wollte sie auch wieder nicht, dass die Menschen starben;
wer sollte denn dann ihre Mittelchen kaufen? Sie erfand also etwas
Neues: kalte Froestler. Sie verkaufte jedem einen Sack mit kalten
Froestlern. Die Froestler sahen genauso aus wie die Schmuser, nur
gaben sie den Menschen kein warmes und liebkosendes Gefuehl, sondern
ein kaltes, froestelndes. Aber sie liessen immerhin die Menschen nicht
mehr verschrumpeln und sterben.
   Wenn jetzt jemand einen warmen Schmuser haben wollte, konnten ihm
die Leute, die Angst um ihren Schmuservorrat hatten, statt dessen
Froestler anbieten. Oft gingen zwei Menschen aufeinander zu in der
Hoffnung, vom anderen einen Schmuser zu bekommen, doch dann ueberlegte
es sich der eine oder andere nochmal, und am Ende gaben sie sich nur
kalte Froestler. Zwar starben kaum noch Menschen an Schmusermangel,
weil sie ihn einigermassen mit Froestlern ausgleichen konnten, aber
die meisten fuehlten sich nicht mehr wohl, liefen verbittert und vom
Leben enttaeuscht umher.
   Schmuser waren ungeheuer wertvoll geworden: Eltern ermahnten ihre
Kinder, sich genau zu ueberlegen wem sie einen Schmuser gaben; Paare
wachten eifersuechtig ueber den Schmuservorrat des anderen; Kinder
neideten ihren Eltern die Schmuser, die sie sich gegenseitig gaben.
Frueher waren oft viele Menschen in Gruppen zusammengekommen, ohne
sich darum zu kuemmern, wer wem Schmuser schenkte. Jetzt schlossen
sich Paare zusammen und behielten misstrauisch ihre Schmuser fuer sich.
Wer versehentlich oder weil er gerade Lust dazu hatte, einmal einem
anderen einen Schmuser gab, fuehlte sich auch gleich danach schuldig,
weil er wusste, dass ihm sein Partner das uebelnehmen wuerde. Und wer
keinen freigiebigen Partner finden konnte, musste sich Schmuser
kaufen, wenn er welche wollte, und fuer das Geld Ueberstunden machen.
Einige Leute wurden irgendwie beliebter als die anderen und bekamen
eine Menge Schmuser, ohne selber welche hergeben zu muessen. Sie
verkauften dann ihre Schmuser zu hohen Preisen.
   Ein paar ganz raffinierte Menschen hatten eine Idee: sie sammelten
kalte Froestler, die ja recht billig und in Mengen zu haben waren und
verkauften sie fuer viel Geld als warme Schmuser. Diese scheinbar
warmen und flauschigen Schmuser waren in Wirklichkeit nichts weiter
als Plastikschmuser oder Schmuserimitationen und schufen noch mehr
Probleme.
Sie hinterliessen nach ihrem Gebrauch das Gefuehl, etwas verpasst zu
haben, machten regelrecht suechtig danach, immer wieder und immer mehr
davon zu kaufen. Viele starben schliesslich, weil sie einfach zuviel
Plastikschmuser verbraucht hatten.
Ueber diese Suechtigen regten sich zwar die "normalen" Menschen
furchtbar auf, aber sie konnten weder die Plastikschmuser aus der Welt
schaffen noch das Beduerfnis danach. Allzuoft passierte es, dass sich
zwei Menschen trafen, um warme Schmuser auszutauschen und ein gutes
Gefuehl zu bekommen, benuetzten aber dafuer Plastikschmuser. Nach den
ersten Minuten oder Stunden spuerten sie dann, dass ihnen nur ein
kaltes, froestelndes und leeres Gefuehl geblieben war, das sie so
schnell wie moeglich wieder
loswerden wollten. Deshalb kauften sie schnell neue und gerieten in
einen  Kreislauf, aus dem sie alleine niemals herausfinden konnten.
    Ueberhaupt gab es in dieser Zeit viel Verwirrung unter den
Menschen. Keiner fand sich mehr so zurecht, wie es frueher gewesen war.
Und alles nur, weil die Hexe ihnen eingeredet hatte, es gaebe nicht
genuegend warme Schmuser!
   Vor kurzem kam nun eine Frau zu uns, die offensichtlich noch nichts
von  der Hexe gehoert zu haben scheint. Sie sorgt sich ueberhaupt
nicht um ihren Schmuservorrat und verteilt sie so freigiebig, wie
niemand sonst, sogar ohne darum gebeten worden zu sein. Man nennt sie
die Hippiefrau.
   Die Erwachsenen waren anfangs sehr veraergert, gibt doch diese Frau
den Kindern die fixe Idee, es gaebe immer genuegend Schmuser in ihren
Saecken. Die Kinder moegen diese Frau sehr und lernen langsam wieder,
dass es immer ausreichend Schmuser geben wird. Doch die Erwachsenen
sind schon so verhaertet und festgefahren in ihren Vorstellungen, dass
sie die Botschaft der Hippiefrau nicht begreifen. Jetzt wird sogar ein
Gesetz erlassen, das den verschwenderischen Gebrauch von Schmusern
unter Strafe stellt. Es soll die Kinder davor schuetzen, ihre Schmuser
zu vergeuden.
   Zum Glueck kuemmern sich nicht alle Kinder um dieses Gesetz, und
wir koennen hoffen, dass auch die Erwachsenen sich langsam wieder an
die Zeit erinnern, in der sich jeder wohl und liebgehabt fuehlte, weil
es warme Schmuser in Huelle und Fuelle gab.
   Werden wir endlich wieder damit beginnen, so viele Schmuser zu
verschenken, wie jeder braucht? Fangen wir doch heute schon damit an,
sooft wie moeglich in unseren Schmusersack zu greifen!
 

(c) 1983 Lucy Koerner Verlag
    Postfach 1106, 70701 Fellbach
 
 

Msg # ---                        Date: Wed 18/12/96, 23:56  [I]

============================================================
=====                  LSD INFO                        =====
============================================================

autor: timo fleisch
dieser text darf nur in unveraenderter, elektronischer
form in oeffentlich zugaenglichen datennetzen weitergegeben
werden. andere  verbreitung ist nur mit erlaubnis des autors
gestattet.
erweiterungsvorschlaege, fehlerhinweise oder fragen an:
email: Timo.Fleisch@stud.uni-karlsruhe.de
oder world wide web: http://www.uni-karlsruhe.de/~un7p/
 

inhalt:
=======

1. vorwort
2. die entstehung von LSD
3. wie wirkt LSD
4. gefahren bei selbstversuchen
5. LSD in der Psychiatrie
6. mexikanische zauberpilze als artverwandte
7. warum LSD verboten wurde
8. die zukunft von LSD
9. buchtip: LSD mein Sorgenkind
 

1. vorwort

LSD ist eine substanz mit einer vorher nie fuer moeglich
gehaltenen psychoaktiven wirkung. als "straszendroge" sehr
beliebt, ist die gefahr durch einen miszbrauch grosz. da von
staatlicher seite her keine aufklaerung ueber die besondere
eigenschaft von LSD gemacht wird, ist die informationsluecke
unter erstkonsumenten oft grosz - was direkte negative
konsequenzen mit sich bringen kann. nahezu alle informationen,
die ich in dieser kurzen uebersicht gebe, sind aus dem buch "LSD
- mein Sorgenkind" des LSD entdeckers albert hofmann entnommen,
welches in kapitel 9. naeher beschrieben wird.
 

2. die entstehung von LSD

LSD, oder genauer gesagt LSD 25, steht fuer
d-lysergsaeure-diaethylamid-tartrat und wurde erstmals 1938 von
dem in der schweiz bei sandoz arbeitenden chemiker albert
hofmann hergestellt. hofmann arbeitete an der isolierung von
einzelnen substanzen des mutterkorns, welches von einem niederen
pilz erzeugt wird und vor allem auf roggen wuchert. bei dieser
forschung erhoffte man sich fuer die medizin wertvolle
verbindungen zu entdecken. als 1938 LSD 25 nun zum ersten mal
isoliert wurde, ergaben standardtests keine besonderen
eigenschaften, woraufhin keine weiteren untersuchungen
durchgefuehrt wurden. erst fuenf jahre spaeter, im fruehjahr 1943
entschlosz sich albert hofmann, weiter versuche mit LSD 25
durchzufuehren. er hatte eine merkwuerdige ahnung, dieser stoff
koennte noch andere als nur die bei der ersten untersuchung
festgestellten wirkungsqualitaeteten besitzen. alles weitere
klingt fast wie aus einem roman: in der schluszphase der synthese
wurde albert hofmann von einer ungewoehnlichen empfindung bei
seiner arbeit gestoert. fuer die schilderung erlaube ich mir, aus
seinem o.g. buch zu zitieren:
  "Vergangenen Freitag, 16 April 1943, muszte ich mitten am
Nachmittag meine Arbeit im Laboratorium unterbrechen und mich
nach Hause begeben, da ich von einer merkwuerdigen Unruhe,
verbunden mit einem leichten Schwindelgefuehl, befallen wurde. Zu
Hause legte ich mich nieder und versank in einen nicht
unangenehmen rauschartigen Zustand, der sich durch eine aeuszerst
angeregte Phantasie kennzeichnete. Im Daemmerzustand bei
geschlossenen Augen - das Tageslicht empfand ich als unangenehm
grell - drangen ununterbrochen phantastische Bilder von
auszerordentlicher Plastizitaet und mit intensivem,
kaleidoskopartigem Farbspiel auf mich ein. Nach etwa zwei
Stunden verfluechtigte sich dieser Zustand."
  die merkwuerdigem symptom erwecken bei albert hofmann natuerlich
den verdacht, dasz sie in direktem zusammenhang mit seiner gerade
bearbeiteten substanz LSD 25 stehe. er entschlosz sich daher zu
einem selbstversuch, den er 3 tage spaeter durchfuehrte. als dosis
waehlte er vorsichtig nur 0,25 mg, was aber aus heutiger sicht
das etwa drei- bis zehnfache einer durchschnittlichen dosis war.
entsprechend heftig war sein erlebnis. er fuehlte sich von einem
daemon besessen und dachte, er mueszte sterben oder fuer immer
wahnsinnig bleiben. erst in der abklingphase kam es auch zu
positiven eindruecken.
  damit war LSD geboren, am anfang haette sich keiner ahnen lassen,
dasz LSD mal als rauschdroge populaer werden wuerde, das
einsatzgebiet sah man klar in der psychiatrie und psychologie.
es folgten viele versuchsreihen auf der ganzen welt. ins
interesse der oeffentlichkeit gelang es dagegen erst anfang der
sechziger. als staerkster einflusz auf die verbreitung von LSD als
rauschmittel gilt die person dr. timothy leary, damals
psychologie assistent an der beruehmten harvard-universitaet der
usa. dieser war von der wirkung so angetan, dasz seine
anfaenglichen wissenschaftlichen versuche zu LSD parties
ausuferten. er propagierte LSD unter den studenten als mittel,
um das goettlich zu finden und sich selbst zu entdecken. schnell
griff die begeisterung auch auf andere universiaeteten ueber und
LSD kam in das interesse der oeffentlichkeit.
 

3. wie wirkt LSD

die wirkung von LSD kann nicht einheitlich beschrieben werden.
anders, als wie bei rauschdrogen wie alkohol empfindet jeder den
rausch unterschiedlich. man spricht von dem set, dem inneren
zustand und von dem setting, dem umfeld, welche den ablauf
bestimmen.  das ist zum Beispiel die persoenlichen einstellungen
zu der droge, die erwartung und auch der gemuetszustand zum
zeitpunkt der einnahme. so kann eine euphorische grundstimmung
den ganzen rausch lang andauern, oder vorherige aengste,
depressionen einen "horrortrip" hervorrufen. aber auch latent
vorhandene aengste, die einem nicht bewuszt sind, koennen
hervorgehoben werden. genauso kann ein als unangenehm
empfundenes umfeld, zum beispiel stadt schmutz und autolaerm,
sich negativ auswirken. umgekehrt hat eine schoene natuerliche
landschaft mit angenehmer musik einen positiven einflusz.
  die wirkung von LSD dauert ungefaehr 8 bis zwoelf stunden an.
einer vielzahl von erfahrungsberichten gemein ist, dasz man sich
fuehlt, wie als wenn ein daemon besitz von einem ergriffen hat.
man steht neben sich, sieht was man tut, kann aber nicht
wirklich eingreifen. Man fuehlt sich nicht mehr wie von dieser
welt, sondern irgendwie abwesend. das zeitempfinden ist extrem
veraendert, alles ist viel langsamer. dazu kommen optische und
akustische halluzinationen. reale gegenstaende wirken sehr
plastisch und scheinen sich zu bewegen, man meint toene schmecken
zu koennen und farben zu hoeren.
  die einklang- und abklingphase ist meist von einer unangenehm
empfundenen inneren unruhe begleitet.
  bemerkenswert ist noch, dasz alles bewuszt erlebt wird und man
sich spaeter an jede einzelheit erinnert. auch gibt es keinen
"kater" am tag danach, sondern man fuehlt sich meist frisch und
belebt, wenn auch etwas abgeschlafft.
 

4. gefahren bei selbstversuchen

die beschriebene wirkung, mag auf die meisten wahrscheinlich
eine grosze faszination ausueben, jedoch sind die gefahren nicht
zu unterschaetzen - schlieszlich spielt man mit seinem leben.
nein, LSD verursacht keine koerperlichen vergiftungen, noch macht
es koerperlich abhaengig, die gefahren liegen ausschlieszlich in
der psychischen wirkung.
  unter aerztlicher aufsicht laeszt sich eine gefaehrdung nahezu
ausschlieszen. der arzt weisz, ob er einem die erfahrung zumuten
kann, oder ob irgendwo latente aengste lauern. man selbst weisz
das aber nicht! niemand kann fuer sich selbst mit sicherheit
ausschlieszen, dasz durch LSD ein psychose freigesetzt wird, oder
dasz man waehrend des "trips" auszer kontrolle geraet. zwar sind so
durch die presse geputschte faelle wie "aus dem fenster springen"
eher die ausnahme, jedoch ist die gefahr, einen "unfall" zu
erleiden oder sich selbst umbringen zu wollen vorhanden.
psychisch labile personen, sollten sich auf keine fall LSD
einnehmen.
  ebenfalls sollte man auf keinen fall personen LSD ohne ihr
wissen geben. fruehere experimente haben gezeigt, dasz solche
personen besonders anfaellig fuer die o. g. gefahren sind. das ist
also kein spasz, sondern eher ein mordversuch. jeder sollte sich
mal selbst ueberlegen, was er machen wuerde, wenn sich alles um
einen herum veraendern wuerde und man gar nicht weisz, wie einem
geschieht - kein sehr guter gedanke.
  eine nicht minder grosze gefahr ist, dasz LSD nur auf dem
schwarzmarkt erworben werden kann. das allgemeine geruecht, LSD
sei sehr einfach herzustellen, und fuer einen durchschnittlichen
chemiestudenten in einem kleinen labor leicht herzustellen, ist
nicht war. auszerdem ist LSD in sehr geringen mengen wirksam, die
richtige dosierung deswegen schwer. untersuchungen haben
gezeigt, dasz auf dem schwarzmarkt gekaufte mittel oft nur wenig
oder auch zuviel LSD enthielten und leider auch nicht selten
andere giftige, wenn nicht sogar toedliche, substanzen als LSD
angeboten wurden. das oft zu wenig LSD enthalten war, liegt an
der eigenschaft von LSD sehr fluechtig zu sein, d. h., dasz es
wenn es licht oder luft ausgesetzt ist verwandelt es sich
innerhalb weniger wochen in einen unwirksamen stoff.
 

5. LSD in der psychiatrie

wegen der starken psychischen wirkung sah man in LSD
moeglichkeiten im einsatz in der psychologie und psychiatrie. zum
einen, um die wahrnehmungsveraenderungen zu erforschen und zum
anderen, um patienten zu behandeln. bis zum weltweiten verbot
wurde LSD daher von sandoz an wissenschaftler und aerzte in der
ganzen welt verkauft und eingesetzt. man war sich sicher, dasz
mit hilfe von LSD man viele neue interessante entdeckungen
machen kann. leider ist bis heute ueberall, selbst der sichere,
kontrollierte einsatz von LSD in der forschung und psychiatrie
verboten, obwohl forscher und aerzte ihm ein grosze kapazitaet an
neuen erkenntnissen prophezeien.
 

6. mexikanische zauberpilze als artverwandte

im rahmen seiner forschung entdeckte albert hofmann, dasz die
psychoaktiven pilze, welche von den medizinmaennern in mexiko
benutzt werden, nicht nur in der wirkung sehr aehnlich sind. als
er den heute als psilocybin bekannten wirkstoff isolierte,
stellte er fest, dasz es in der chemischen struktur dem LSD sehr
aehnlich ist.
  was in der westliche welt damals als eine voellig neue substanz
fuer aufsehen sorgte, war ein artverwandter, des von
mexikanischen medizinmaennern schon ueber jahrhunderte
gebraeuchlichen heilmittels.
 

7. warum LSD verboten wurde

der massenkonsum in den spaeten sechzigern und den damit
verbundenen horrormeldungen der medien setzten die behoerden
unter zugzwang. der aber wohl wichtigste grund fuer das verbot
war die bedrohung der alten konservative gesellschaft, durch die
hippie generation. deren neuen wertvorstellungen paszten
ueberhaupt nicht in die der regierenden masse und loesten einen
regelrechten wahn aus. diese entwicklung muszte zerschlagen, ihre
grundlage geraubt werden. aus der traum vom freien amerika - und
das selbe natuerlich auch in europa. auf LSD wurden drakonische
strafen verhaengt - zum schutze der gesellschaft natuerlich! und
wie in der politik so ueblich, wurde natuerlich nicht nur der
private konsum untersagt, sondern spaeter auch jeglicher einsatz
in therapie oder forschung.
 

8. die zukunft von LSD

LSD war spaeter aus dem groszen interesse der oeffentlichkeit
geraten. die neuen gefahren sind nun eher die koerperlich suechtig
machenden und schaedlichen drogen wie heroin oder kokain. erst
seit der technowelle ist LSD neben ecstasy unter jungen leuten
wieder haeufiger anzutreffen. an der politischen situation hat
sich aber nichts geaendert. zu tief sitzt noch die angst. im
rahmen der allgemeinen liberalisierung von drogen, nachdem die
repressive drogenpolitik von vielen als gescheitert angesehen
wird, kann man wieder hoffen, dasz LSD wenigstens in der
forschung und therapie wieder eingesetzt werden darf. eine
voellige legalisierung von LSD wird es aber wohl nicht mehr geben
und duerfte auch kaum im interesse der oeffentlichkeit stehen. zu
grosz sind die gefahren eines miszbrauchs. jedoch sollte irgendwo
ein kompromisz gefunden werden, wie jeder, der auf das erlebnis
des LSD rausches nicht verzichten will, es sicher und
kontrolliert einnehmen kann. hier sind die politiker und
wissenschaftler aufgefordert modelle zu entwickeln, wie man
erfahrung fuer jeden mit gefaehrdung fuer keinen kombinieren kann.
 

9. buchtip: LSD - mein Sorgenkind

jeder, der sich ernsthaft mit LSD auseinander setzen will, oder
trotz des verbots und aller risiken einen "LSD trip" nehmen
will, sollte dieses buch gelesen habe. von dem entdecker albert
hofmann geschrieben, ist es das standardwerk ueber LSD. es ist
weder zu kritisch, noch zu verherrlichend, sondern sehr real.
von der entdeckung bis zum verbot, vom einsatz in der medizin
bis zur kultdroge ist alles sehr ausfuehrlich und unterhaltsam
geschrieben.
  die englische version ist sogar kostenlos als textdatei im
internet erhaeltlich. z.b. bei "hyperreal.com"
  das deutsche buch ist als handbuch fuer DM 16,90 im handel
erhaeltlich:
     Albert Hofmann
     LSD - mein Sorgenkind
     Verlag: dtv
     ISBN 3-423-30357-3

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=====                      ENDE                        =====
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